1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport
  4. Sport Schwalm-Eder-Kreis

Luis André: Der Umzug hat sich gelohnt

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Sebastian Reichert

Kommentare

Steckte einige Rückschläge weg und qualifizierte sich im Kugelstoßen für die U18-EM: Der Melsunger Luis André.
Steckte einige Rückschläge weg und qualifizierte sich im Kugelstoßen für die U18-EM: Der Melsunger Luis André. © Lothar Schattner

Die Bestweite im Kugelstoßen auf 19 Meter schrauben und auf jeden Fall eine gute Rolle spielen - das sind die Ziele von Luis André (MT Melsungen) bei der kommenden U18-Europameisterschaft in Jerusalem (4. bis 7. Juli). Der 17 Jahre alte Schützling von Alwin Wagner ist einer von drei nordhessischen Talenten, die für dieses Top-Ereignis vom Deutschen Leichtathletik nominiert wurden.

Melsungen/Chemnitz - Im Vorfeld spricht er im HNA-Interview aber auch über das Meistern von Rückschlägen, den Umzug von Melsungen nach Chemnitz und das schwierigen Technik-Umlernen.

Herzlichen Glückwunsch zur EM-Nominierung! Damit wird ein Traum für Sie wahr, oder?

Vielen Dank! Die Teilnahme an solch einem internationalen Wettkampf wie der Europameisterschaft war unser Ziel, das wir uns schon vor Jahren gesteckt hatten. Dementsprechend bin ich sehr froh, dass es geklappt hat.

Corona-Impfreaktion im Herbst, Bänderriss im Winter, Corona-Infektion im Frühling - was hat Ihnen in diesen schwierigen Phasen in dieser Saison geholfen?

Ja, leider gab es einige Rückschläge. Im Frühling war kein Training möglich. Mit Wurf- und Krafteinheiten konnte ich erst im April beginnen. Trotzdem haben wir die Hoffnung nicht aufgegeben und den langfristigen Trainingsplan angepasst. Besonders meine Familie und meine Freunde haben mich unterstützt. Durch Aufbautraining und Reha war ich sehr beschäftigt.

Sie sind im Sommer 2021 an das Sportgymnasium nach Chemnitz gegangen, trainieren unter Bundestrainer Christian Sperling. Hat sich der Umzug gelohnt?

Trotz der Rückschläge habe ich mein Ziel erreicht. Ich bin bei der EM dabei. Der Schulwechsel hat sich also gelohnt. Durch die gute Zeitstrukturierung kann ich nun auch vormittags Trainingseinheiten absolvieren. Ich konnte den Trainingsumfang deutlich steigern und noch mehr den Schwerpunkt auf Technikeinheiten legen. Auf dem Gelände des Olympia-Stützpunktes gibt es auch einen Arzt und mehrere Physiotherapeuten. Mit dem Trainer verstehe ich mich auch sehr gut. Das Training ist intensiv, aber abwechslungsreich und macht mir großen Spaß.

Wie schwierig war für Sie der Umschulprozess im Kugelstoßen vom Angleiten zur Drehstoßtechnik?

Beide Techniken sind sehr unterschiedlich. Das Umstellen der Technik ist sehr schwierig und kostet Zeit. Besonders die Drehstoßtechnik ist nie perfekt. Es muss immer an Einzelheiten gearbeitet werden.

Ist Kugelstoßen aktuell die Disziplin Nummer eins bei Ihnen? Welche Rolle soll das Diskuswerfen künftig spielen?

Zurzeit präferiere ich das Kugelstoßen, da ich dort die Technik besser umsetzen kann. Wir trainieren auch mehr Kugelstoßen, was sich in der Weite zeigt. Diskus ist eine gute Abwechslung zum Drehstoßen, da beide Bewegungen sich ähnlich sind. Ich denke, dass meine Diskus-Leistung dieses Jahr nicht sehr unter dem Kugelstoß-Training gelitten hat. Noch kann ich ohne jegliche Probleme beide Disziplinen ausführen.

In der Europäischen U18-Jahresbestenliste rangieren Sie mit der Fünf-Kilogramm-Kugel knapp außerhalb der Top Ten. Was ist Ihr Ziel für die EM?

Ich möchte in Jerusalem den Endkampf erreichen, also unter die besten Acht kommen. Ich freue mich darauf , im Nationaltrikot zu starten und Athleten aus ganz Europa kennenlernen zu können.

Auch interessant

Kommentare