FC Körle

Lukas Greiner hat auf Anhieb Sprung in die Verbandsliga geschafft

Elegant am Ball: Lukas Greiner ist beim FC Körle in dieser Saison durchgestartet.
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Elegant am Ball: Lukas Greiner ist beim FC Körle in dieser Saison durchgestartet.

Als heimische Platzhirsche kämpfen die FSG Gudensberg und der FC Körle in der Fußball-Verbandsliga um den Klassenerhalt. Beide vertrauen vielen jungen Spielern. Zu den neuen Hoffnungsträgern zählen Jannik Turtl (FSG) und Lukas Greiner (FC).

Körle – Es gibt nicht viele Fußballer, die den Sprung von der A-Junioren-Kreisliga in die Senioren-Verbandsliga schaffen. Zu den wenigen Ausnahmen zählt Lukas Greiner, der beim FC Körle auf Anhieb eine Hauptrolle spielt. Fest steht, dass der 18-Jährige mit außergewöhnlich viel Talent gesegnet ist. Offen wird dagegen vorerst bleiben, ob der Mittelfeldspieler seine Begabung optimal nutzen möchte. „Ich werde im Falle des Abstiegs auch in der Gruppenliga weiterhin für den FC spielen“, sagt der Supertechniker, der sich von den meisten seiner Altersgenossen nicht nur aufgrund der Ballbehandlung unterscheidet. Schon früh hatte sich der Körler gegen die Internate großer Klubs entschieden. „Fußball macht Spaß, ist aber für mich nicht das Wichtigste. Das Leben in der Familie und die Nähe zu den Freunden sind wichtiger“, sagt der angehende Abiturient, der seine Einsätze in der Verbandsliga geradezu demütig angeht.

„Obwohl ich den Sprung in diese starke Spielklasse überraschend schnell geschafft habe, ist es eine faszinierende Herausforderung, gegen Klubs wie den CSC 03 und den OSC Vellmar antreten zu dürfen“, sagt Greiner.

Bescheidenheit ist eine Zier. Lukas Greiner sagt nicht, dass dies sein Lebensmotto ist, aber vieles deutet darauf hin, dass sich der Sohn einer aus China stammenden Mutter und eines deutschen Vaters in der Rolle des Bodenständigen ausgesprochen wohl fühlt. So hat er alle Jugendmannschaften des FC durchlaufen. Auch die Antwort auf die Frage nach seinem sportlichen Vorbild ist bezeichnend. Greiner nennt Luis Taube, den Körler Führungsspieler.

Gegenseitige Wertschätzung

Der gibt die Wertschätzung prompt zurück. „Lukas und ich haben gemeinsam, dass wir für den FC Körle brennen, aber fußballtechnisch kann ich kein Vorbild für ihn sein“, sagt Taube, der hinzufügt: „Dass er bleiben will, freut mich sehr und ist außerordentlich wichtig für den Verein.“ Bei der Konkurrenz hat sich Greiners Vereinstreue offenbar herumgesprochen, denn derzeit macht kein Klub Anstalten, das Supertalent abzuwerben.

Das erzählt dann noch eher beiläufig, was für die erwachsene Einstellung des Teenagers und die Unterstützung seitens seiner Familie typisch ist. In der Garage der Greiners stehen nämlich Fitnessgeräte statt Autos. Eine gute Voraussetzung dafür, dass Körles Hoffnungsträger in bester körperlicher Verfassung sein wird, wenn eines Tages wieder in der Schwarzwald-Kampfbahn gekickt werden darf. 

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