26:0-Punkte

Makellose Bilanz in der Bezirksoberliga: Wollrode wirbelt wie nie

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Großer Jubel: Der TSV Wollrode nach dem Sieg in Fulda und Vollendung der perfekten Hinrunde in der Bezirksoberliga mit (hintere Reihe von links) Hendrik Hartung, Christoph Ludwig, Lukas Reinhold, Phillip Hartung, Jonas Herlitze und (vordere Reihe von links) Hendrik Friedrich, Finn Schulze, Marc Schindler, Jonas Gerlach, Christian Hartung, Hannes Friedrich, Betreuerin Eva Herzfeld, Sören Kothe, Jonah Czermak, Co-Trainer Thomas Griesel und Trainer Mensur Fitozovic.

Das große Ziel ist greifbar: Nach einer makellosen Hinrunde mit 26:0-Punkten steht der TSV Wollrode an der Tabellenspitze der Handball-Bezirksoberliga der Männer. Und will nun endlich den Sprung in die Landesliga schaffen.

„Seit ich vor sieben Jahren nach Wollrode gekommen bin, war das Ziel eigentlich immer der Aufstieg. Aber irgendwie war dann stets nur der vierte Tabellenplatz für uns reserviert“, erklärt Rückraumspieler Sören Kothe das Dilemma. Doch jetzt greifen viele Dinge noch besser. TSV-Coach Mensur Fitozovic, der seit drei Jahren wieder bei den Wollrödern ist, lobt seinen Kader über alle Maßen. „Wir sind endlich in der Breite stark genug aufgestellt.“

Neuzugänge sind top

Hier sind vor allem Spielmacher Lukas Reinbold, dessen Landesliga-Erfahrung aus Ditterhausen ein Faktor ist, und Jan Riemenschneider am Kreis als Sommer-Neuzugänge zu nennen. Dazu kommt mit Lukasz Kowalski, der in seiner polnischen Heimat schon in der höchsten Spielklasse das Tor hütete, ein Top-Rückhalt.

Diese Qualität machte besonders in den Spitzenspielen den Unterschied aus. Beim 25:23 in Gensungen stellte die verbesserte Wollröder Defensive um den glänzenden Kowalski die Gastgeber vor eine immense Herausforderung – zwischenzeitlich führte der TSV sogar mit sieben Toren. Die Stunde von Kreisläufer Riemenschneider schlug beim 25:24 in Ostheim, als er das verloren geglaubte Spiel an sich riss und mit vier Toren in Folge einen 20:24-Rückstand im Alleingang wettmachte.

"Alte Garde " und Talente funktionieren

Auch die „Alte Garde“ mit Philipp Schmieling (55 Saisontore), Sören Kothe (63) und Jonas Herlitze (69) spielt eine famose Saison und glänzt regelmäßig. Ebenso der Nachwuchs: Hannes Friedrich (70 Treffer) ist in seiner dritten Saison bei den Männern im Rückraum gesetzt. Jonas Gerlach ist der Nächste auf dem Weg zur Stammkraft.

Auch mit Blick auf die Vergangenheit ruht sich im Guxhagener Ortsteil niemand aus. „Gerade bei den vermeintlich kleinen Gegnern müssen wir hellwach sein. Bei diesen Spielen sicherst du dir den Platz an der Sonne“, weiß Fitozovic. Die erste schlechte Nachricht musste indes verdaut werden. Jan Riemenschneider wird mit Verdacht auf Meniskusschaden für große Teile der Rückrunde ausfallen. Christian Hartung wurde reaktiviert. Offen, ob das von Dauer ist.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Guxhagener Kreissporthalle aufgrund von Renovierungsarbeiten bis zum Dienstag gesperrt ist und somit der Platz zum Trainieren fehlt. Das motiviert die Wollröder nur noch mehr. „Ich sehe uns deutlich gefestigter als die Jahre davor. Wir müssen jetzt einfach jeder noch einmal eine Schippe draufpacken“, sagt Sören Kothe. Wohlwissend, dass zur Belohnung in der Landesliga das Orts-Derby gegen die MSG Körle/Guxhagen locken würde.

VON MORITZ MINHÖFER

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