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Mehr Derby geht nicht: TSV Besse erwartet SC Edermünde

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Von: Gerd Brehm

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Wollen auch heute wieder mit dem TSV Besse feiern: (v.l.) Fabian Reitze, Kapitän David Huy, Philipp Nißalla und Sven Pape. Hier zu sehen nach dem Sieg im Vorjahr über die SG Neukirchen/Röllshausen.
Wollen auch heute wieder mit dem TSV Besse feiern: (v.l.) Fabian Reitze, Kapitän David Huy, Philipp Nißalla und Sven Pape. Hier zu sehen nach dem Sieg im Vorjahr über die SG Neukirchen/Röllshausen. © Richard Kasiewicz

Sechs Jahre mussten Edermündes Fußballfans auf ihr Derby in einem Punktspiel warten, denn die Kreisoberliga-Saison 2015/16 war die bisher letzte gemeinsame Spielzeit der beiden Vereine. Nun aber stehen sich der TSV Besse und der SC Edermünde erstmals in der Gruppenliga gegenüber (Sa. 19 Uhr, Besse).

Besse/Edermünde – Besse, Grifte, Haldorf und Holzhausen heißen die vier Ortsteile der Großgemeinde. Aber während sich der TSV Grifte, der TSV Haldorf und der TSV Holzhausen zum SC Edermünde zusammengeschlossen haben, ist der TSV Besse eigenständig geblieben.

Das wird vermutlich auch noch relativ lange dauern, denn innerhalb des TSV Besse gibt es keine Bestrebungen, den Status quo zu ändern. „Wir können es uns weiterhin leisten eigenständig zu sein“, sagt der TSV-Vorsitzende Michael Lange. Auch Heiko Petersen glaubt nicht an eine zeitnahe Fusion. Der SCE-Vorsitzende verhehlt allerdings nicht, dass er die Zukunft der in Edermünde betriebenen Sportarten eher in einem Großverein sieht.

Mindestens 500 Zuschauer erwartet

Halil Inan und Kevin Schellberg konzentrieren sich unterdessen ausschließlich auf die Gegenwart. Die beiden Trainer erlebten am Sonntag jeweils einen Fehlstart ihrer Mannschaft. Aber die Niederlagen in Hertingshausen beziehungsweise gegen Schauenburg waren schnell abgehakt, denn schon am Dienstag war nur noch das Derby ein Thema. Trainer und Spieler erwarten ein Fußballfest vor mindestens 500 Zuschauern. Einen Vorgeschmack lieferte das Pokalspiel (2. Runde) vor einem Jahr, das Edermünde in Besse mit 3:1 gewann. „Das wird ein großer Spaß“, sagt TSV-Coach Inan. Und SC-Trainer Schellberg fügt hinzu: „Ich freue mich mega auf die Atmosphäre.“

Halil Inan hofft insgeheim, dass das Event die für einen Aufsteiger typischen Schwächen überdeckt. „In der Gruppenliga kommt es viel mehr auf die individuelle Handlungsschnelligkeit an als in der Kreisoberliga“, sagt der Trainer, dem bei der 0:3-Niederlage in Hertingshausen weitere Defizite nicht entgangen sind. Nicht alle Spieler haben sich bereits an das höhere Tempo gewöhnt, und auch die Fehlpassquote muss minimiert werden.

Urlauber verpassen Derby

Das wird keine leichte Aufgabe, weil neben den Außenverteidigern Dennis Lengemann und Niklas Fischer (beide Urlaub) auch die zentralen Mittelfeldspieler Santigie Sesay (Bänderriss) und Martin Pierog (Armbruch) fehlen werden. Umso umfangreicher wird die Verantwortung, die David Huy im Mittelfeld übernehmen muss.

Trotz der 0:1-Niederlage gegen Schauenburg wird Kevin Schellberg besonders den jungen Spielern sein Vertrauen schenken. Torwart Lasse Blochel, die Innenverteidiger Felix Riedemann und Arne Schöfer sowie Offensivkraft Max Rühl, die alle von der A-Jugend des VfL Kassel gewechselt sind, bekommen einen Platz in der Startelf. Zu bedauern sind dagegen Steffen Koch (Muskelfaserriss), Leon Pingel (Oberschenkelzerrung), Leo Brede (Knieverletzung), Jannik Löber (Sprunggelenkverletzung) und Robin Zadach, der zur falschen Zeit Urlaub macht. (Gerd Brehm)

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