A-Jugend-Meisterschaft

Melsungen/Körle/Guxhagen verpasst drei Mal die Chance zur Aufholjagd

Konnte zumindest einige Paraden bejubeln: mJSG-Torwart Jannik Büde.
+
Konnte zumindest einige Paraden bejubeln: mJSG-Torwart Jannik Büde.

Selbst eine Zehn-Tore-Niederlage bedarf bisweilen einer tiefer gehenden Analyse. Die zu der Erkenntnis führen, dass nackte Zahlen nicht lügen, aber eben auch nicht die ganze Wahrheit sagen. Wie über das 26:36 der A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen im Halbfinal-Hinspiel bei den Füchsen Berlin, die im zweiten Vergleich in Melsungen (Fr.) nun ein kleines Wunder braucht, um noch ins Endspiel um die Deutsche Meisterschaft einzuziehen.

Potsdam - „Wir haben weit unter Wert verloren“, klagte Spielmacher Paul Kompenhans. Ganz im Sinne seines Trainers Florian Maienschein: „Soviel schlechter waren wir nicht. Die Niederlage ist viel zu hoch ausgefallen.“ Warum? „Weil wir viele zu viele Tormöglichkeiten haben liegen lassen, sonst hätten wir durchaus eine Chance gehabt.“ Da der Konjunktiv auf Dauer nicht weiter half, wurde David Kuntscher, durch den kurzfristigen Ausfall von Marvin Haeske (Quarantäne) im rechten Rückraum ganz auf sich allein gestellt, konkreter: „Wir haben das Momentum immer wieder verpasst. Das zog sich wie ein roter Faden nicht nur durch dieses Spiel.“

Gemeint waren die (drei) Gelegenheiten im laufenden Spiel, Fehler zu korrigieren, zuvor Verpasstes nachzuholen, den früh enteilten Jungfüchsen wieder auf die Pelle zu rücken. Wie kurz vor der Pause, als zwei Treffer zum 13:11 (29.) die Konsolidierung der zäh gestarteten Gäste dokumentierten und eine spannende zweite Hälfte versprachen. Denkste! Hannings Truppe schlug postwendend zurück, ging mit einem Vier-Tore-Polster in die Pause.

Ole Pregler verletzt raus

Wenn sich derlei Geschichte wiederholt, wird‘s oft tragisch. Etwa als David Kuntscher die Chance um 15:13 vergab (32.) und dabei an Torwart Ludwig scheiterte. So wurde aus dem zweiten „Momentum“ eine Falle, gab der Titelverteidiger „Vollgas“ (Kuntscher) und zog mit einem 6:0-Lauf unwiderstehlich davon. „Mit der Konsequenz einer Spitzenmannschaft haben wir die Fehler des Gegners bestraft“, freute sich Füchse-Coach Bob Hanning.

Und sprach trotzdem vom „erwartet schweren Spiel“. Denn: „Sobald wir Melsungen Luft zum Atmen gelassen hätten, wäre es schwierig geworden.“ Wurde es nicht. Auch nicht nach 57 Minuten, als Paul Kompenhans und Jona Rietze immerhin noch mal auf 26:33 verkürzen konnten.

Doch dann verletzte sich Ole Pregler (Verdacht auf Faserriss in der Wade), wurde Berlins Gier ein weiteres Mal geweckt - und erneut befriedigt. Für den Gegner war‘s das dritte verpasste „Momentum“, das schließlich in eine Abfuhr mündete, die die Kräfteverhältnisse doch nicht so ganz wieder spiegelte.

Mels./Körle/Guxhagen: Goldmann (11/23), Büde (ab 42., 8/13); Beekmann 1, Pregler 5, Kompenhans 4, Fitozovic 5/1, Dhaliwal, Andrei, Hellemann, Drosten, Rietze 2, Sahin 3, Kuntscher 6/3.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.