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Melsunger Derbysieg per Offensiv-Feuerwerk

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Von: Ralf Ohm

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Maß genommen: Rechtsaußen Ben Backhaus (mJSG) lässt Leonard Rettemeier (HSG) stehen und erzielt einen seiner zwei Treffer.
Maß genommen: Rechtsaußen Ben Backhaus (mJSG) lässt Leonard Rettemeier (HSG) stehen und erzielt einen seiner zwei Treffer. © Pressebilder Hahn

Das Derby war eine klare Sache. Und der 37:19 (15:9)-Sieg der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen von doppelten Wert: Er untermauerte nicht nur die eigene Vorherrschaft in Hessen, sondern bescherte dem Bundesliga-Nachwuchs auch bereits zwei Spieltage vor Schluss der Vorrunde den Einzug in die Zwischenrunde.

Melsungen - „Minimalziel erreicht“, konstatierte mJSG-Trainer Mainenschein, womit auch die Qualifikation für die A-Jugend-Bundesliga in der nächsten Saison gemeint ist.

Bis zum 12:4 (19.) war‘s ein Auftritt der Gastgeber aus einem Guss. Auch wenn Trainer Maienschein zunächst einige Stammkräfte auf der Bank ließ, hatte der mJSG-Angriff mit der offensiven HSG-Deckung wenig Probleme. Umgekehrt bissen sich Spandau, Finkeldey und Co. zunächst mal die Zähne am 6:0-Block der Nordhessen aus. Der rührte wie beim 5:0-Lauf zum 8:2 (11.) zeitweise sogar Beton an.

So nahm der Tempogegenstoßexpress der Nordhessen schon früh Fahrt auf. Und im Positionsangriff stieß besonders Jost Liebergesell immer wieder in die Lücken der Dutenthofener Defensive. Das Spiel war so breit ausgelegt, dass sich auch Ben Backhaus auszeichnen konnte. Selbst als der Rechtsaußen nach seinem Doppelpack zum 5:2 verletzt raus musste, steckten die Nordhessen das weg. Und wenn es mal beim Anrennen doch etwas zäh wurde, traf der überragende Thorge Lutze aus der zweiten Reihe.

Allerdings: Als sein Trainer ihm eine erste Pause gönnte, riss der mJSG-Spielfaden. Dutenhofen/Münchholzhausen hatte darüber hinaus endlich Zugriff gefunden und Torwart Finn Knop steigerte sich. Die Mittelhessen spielten auf einmal mit. Mehr noch: Sie kamen auf 12:7 (23.) heran, nutzten ihre Ballgewinne zu leichten Toren per Tempogegenstoß. Florian Maienschein reagierte. Schickte Thorge Lutze wieder aufs Feld, brachte Manuel Hörr, der mit zwei Treffern in Folge für einen standesgemäßen Halbzeitstand sorgte.

Der Ausgangspunkt für eine rassige zweite Hälfte, die phasenweise zu einem Offensivspektakel geriet. Hauptdarsteller: der spät berufene Hörr, der selbst in Bedrängnis noch erfolgreich abschloss oder seine Mitspieler bediente. Florian Potzkai drehte auf und schloss seine Tempogegenstöße sicher und virtuos ab. Dass sich auch der Gast offensiv nicht lumpen ließ, war darauf zurück zu führen, dass es die Gastgeber mit der Abwehrarbeit nicht mehr ganz so ernst nahmen.

Was andererseits auch Torwart Beck die Möglichkeit gab, sich auszuzeichnen. Als dann auch noch Nachfolger Ben Wolf den ersten Siebenmeter von Yannick Wagner hielt, war sogar Torwarttrainer Carsten Lichtlein zufrieden.

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