Deutsche Jugendmeisterschaft

Merle Tetem als Siebte beste Hessin - Luis Andre impfgeschwächt Sechster

Merle Tetem
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Merle Tetem

Der Titel von Vivan Groppe (MT Melsungen) über 200 Meter in 24,16 Sekunden bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Rostock (U 18) überstrahlte alles. Schließlich ging für 16-Jährige, die in einem furiosen Rennen die DLV-Spitzenreiterin Holly Okuku (GSV Eintracht Baunatal/24,40 s - siehe auch Bericht im Regionalsport) bezwang und tags darauf auch noch Dritte über 100 Meter in 11,87 Sekunden wurde, ein Traum in Erfüllung.

Rostock - Und: Nach Sylvia Schenk (ESV Jahn Treysa/Schweinfurt 1970: 1500 m) und Claudia Wacker (LG Schwalmstadt/Dortmund 1989: 400 m) war das erst die dritte Deutsche Jugend-Meisterschaft einer Athletin des Schwalm-Eder-Kreises seit 1949 auf der Bahn.

Weitere Endkampf-Platzierungen unterstreichen den hohen Stellenwert der olympischen Kernsportart im Kreis. Im Diskuswerfen der männlichen Jugend U 18 (1,5 kg) erkämpfte Luis Andre (MT) mit im zweiten Versuch erzielten 50,58 m den sechsten Rang und war damit zweitbester Nachwuchs-Athlet seines Jahrgangs (2005) im DLV. „Ohne Kraftverlust durch eine Corona-Impfung hätte Luis einige Meter weiter geworfen“, erklärte Trainer Alwin Wagner. Das hätte zumindest für Bronze gereicht. Im Kugelstoßen (5 kg) machte sich der Leistungsabfall noch deutlicher bemerkbar. Als Zehnter mit 14,86 m fehlten dem 16-Jährigen 36 Zentimeter am Erreichen des Endkampfs.

Josephine Otto verpasst Finale nur knapp

Als Ranglisten-Elfter angereist erreichte der im Vorfeld von einer Corona-Infektion gebeutelte Lasse Gundlach (ESV Jan Treysa) das Finale und verbesserte sich mit 58,20 m als Achter der U 20 (6 kg) um drei Positionen. Einen Platz besser schnitt Vereinskameradin Merle Tetem mit 53,20 m (3 kg) als Siebte und bestes hessisches Mädchen vor ihrer HLV-Rivalin Larissa Rollberg (Eintracht Frankfurt/52,42 m) im Wettbewerb der U 18 ab. „Unter 19 Starterinnen freue ich mich über diese Platzierung besonders“, sagte die Theodor-Hess-Schülerin aus Borken.

Dicht dran an den besten Acht war Josephine Otto (LAV Kassel). Mit 5,75 m als Neunte im Weitsprung kehrte sie als beste bundesdeutsche Starterin des Jahrgangs 2004 zurück. Zudem erreichte die 15-Jährige aus Bad Zwesten in 12,20 Sekunden das Halbfinale über 100 Meter.

Nicht nach Wunsch lief es für Nick Frölich (KSV Baunatal) und Alicia Stehl (TSV Gilserberg). Als nach einem Bummelrennen auf den ersten beiden Runden über 1500 Meter der U 20 die Post abging war der 18-Jährige aus Ermetheis zeitweilig im Feld eingeschlossen und konnte in 4:10,52 Minuten als Neunter sein Potenzial nicht voll ausschöpfen. Im Hochsprung der U 18 überquerte die Gilserbergerin 1,64 m und war als 17. immerhin zweitbeste Starterin aus Hessen. (Lothar Schattner)

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