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mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen feiert Sieg nach Neun-Tore-Rückstand

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Zum mit der Zunge schnalzen: Florian Potzkai (am Ball) lässt hier Torsten Anselm (r.) stehen und erzielt gegen Torwart Moritz Luckert einen seiner sieben Treffer für die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen.
Zum mit der Zunge schnalzen: Florian Potzkai (am Ball) lässt hier Torsten Anselm (r.) stehen und erzielt gegen Torwart Moritz Luckert einen seiner sieben Treffer für die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen. © Richard Kasiewicz

Welch eine Aufholjagd: Die A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen hat das richtungsweisende Bundesliga-Spiel gegen die SG Pforzheim/Eutingen nach zwischenzeitlichem Neun-Tore-Rückstand noch mit 29:27 (11:19) gewonnen.

Melsungen – Doch es droht ein Nachspiel: In der ohnehin hitzigen Schlussphase sorgte ein Fehler am Zeitnehmertisch nach einer Zeitstrafe gegen die Gastgeber auf Seiten der Baden-Württemberger für Diskussionen. Die Gäste hielten sich mit einem Vermerk im Spielbericht die Möglichkeit offen, Protest einzulegen zu können. Zwar konnte das Team von Trainer Alexander Lipps danach ausgleichen (27:27, 59.), musste sich aber durch einen Doppelschlag von Julian Engler und Manuel Hörr geschlagen geben. Auch, weil mJSG-Torwart Carl Beck im letzten Angriff der SG Torsten Anselm den Schneid abkaufte.

Zu Beginn hatte die SG mächtig aufgetrumpft und ließ der mJSG vor allem durch die torgefährlichen Rückraumschützen Anselm, Lukas Hofsäß im Zusammenspiel mit dem durchsetzungsstarken Josias Boschmann am Kreis das Nachsehen. „Das große Problem war unser Angriff. Wir hatten gute Lösungen, haben aber in der ersten Hälfte zu viel liegen gelassen“, monierte Trainer Florian Maienschein. Was auch ein Verdienst des überragenden Gästetorhüters Moritz Luckert war. In der Pause muss der mJSG-Trainer die richtigen Worte gefunden haben. Denn wie verwandelt kehrten seine Schützlinge aufs Feld zurück und legten den Schalter um, „indem der Innenblock gut gearbeitet, die Abwehr Beton angerührt hat und mit Carl Beck dahinter als Faktor“ (Maienschein).

Potzkai nutzt jede Chance

Die Folge: Der Gäste-Angriff kam bei lediglich einem Feldtor durch Frederik Rothfischer (31.) und Anselms Treffer vom Punkt (44.) bis Mitte der zweiten Halbzeit nahezu zum Stillstand. „Da hatten wir eine Schwächephase von knapp zehn Minuten“, bekannte SG-Trainer Lipps. Umso mehr nahm auf der Gegenseite die Offensive der Einheimischen Fahrt auf. „Wir haben unsere Fehlerquote verringert“, erklärte Rechtsaußen Florian Potzkai, der nach seiner Einwechslung mit sieben blitzsauberen Toren ohne Fehlversuch maßgeblich an der Wende beteiligt war.

Mit einem grandiosen 8:0-Lauf und dem Treffer durch Lasse Ohl zum 19:20 (43.) stellten die Einheimischen den Anschluss her, ehe Hörr, Drosten und Potzkai für die späte Führung sorgten. Diese gab das Maienschein-Team nicht mehr her und belohnte sich mit dem Sprung auf den zweiten Platz. (von Kornelia Wilhelm)

Die Statistik:

Melsungen/Körle/Guxhagen: Wolf (3 Paraden/16 Gegentore), Beck (ab 25., 10/11); Atting, Liebergesell 2, Drosten 7/2, Schröder, Stehl, Wolf 1, Wilfer, Potzkai 7, Markos, Engler 2, Hörr 6/1, Ohl 4.

Pforzheim/Eutingen: Luckert (13/20), Hoefs (36.-50., 2/9); Mariani 1, Boschmann 5, Schmitt 2, Dörflinger, Hofsäß 3, Anselm 8/5, Rothfischer 3, Schmitt 1, Krauth 1, Sauber 2, Fitterer, Hirning 1.

SR: Foerster/Foerster. Z: 110.

Siebenmeter: 3/4:5/5. Zeitstrafen: 4:2-Minuten.

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