3. Liga

Motivationsdämpfer für ESG Gensungen/Felsberg und SV Germania Fritzlar

David Kuntscher
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David Kuntscher

Die Handball-Pause wird verlängert: Präsidium und Vorstand des Deutschen Handballbunds (DHB) haben beschlossen, dass der Spielbetrieb der 3. Liga Männer und Frauen sowie der Jugend-Bundesliga bis zum 31. Januar ausgesetzt bleibt und nicht am 9./10. Januar fortgeführt wird. Die heimischen Vereine reagierten gefasst.

Schwalm-Eder - Der Hessische Handball-Verband (HHV) will indes laut Auskunft von Präsidiumsmitglied Peter Sauerwald erst noch den nächsten Corona-Gipfel abwarten. Gleichwohl geht er wegen der geschlossenen Sporthallen davon aus, „dass frühestens Ende Januar hessenweit wieder gespielt werden kann.“ Auch weil die Vereine bei einer Wiederaufnahme des Trainings drei Wochen Vorlauf bis zu ihrem ersten Spiel erhalten sollen.

ESG Gensungen/Felsberg

Nein, überrascht hat die Entscheidung des DHB den heimischen Drittligisten nicht. „Damit mussten wir rechnen“, sagt Arnd Kauffeld, der Trainer der ESG Gensungen/Felsberg. Findet den Beschluss darüber hinaus „nachvollziehbar“ aufgrund der weiterhin hohen Infektionszahlen. Und aufgrund der Tatsache, „dass andere Vereine derzeit gar nicht in die Halle kommen“, was zu einer „Wettbewerbsverzerrung“ führen würde.

Immerhin: Seine Schützlinge können derzeit trainieren. Drei Mal pro Woche bittet der ESG-Coach in die Gensunger Kreissporthalle, wobei zur Sicherheit vor jedem Training ein Schnelltest stattfindet. Fällt der negativ aus, kann‘s losgehen. Derzeit trägt der Verein die Kosten, hofft aber noch auf Unterstützung seitens des DHB.

Der „erneute Motivationsdämpfer“ (Kauffeld) hat indes die Zweifel daran genährt, ob die Saison zu Ende gespielt werden kann. Die Alternativen aus der Sicht des ESG-Coaches: eine einfache Runde, wenn im Februar die Saison wieder aufgenommen werden kann bzw. eine komplette Annullierung der Serie bei einer erneuten Verlängerung der Zwangspause.

Derzeit steht als nächste Partie der Edertaler am 6. Februar noch das Rückspiel zu Hause gegen die Dragons auf dem Programm. Ziemlich unrealistisch, schließlich haben die Kontrahenten erst vier (Gensungen) bzw. drei Spiele absolviert.

SV Germania Fritzlar

Auch Frauen-Drittligist SV Germania Fritzlar hatte diese Entscheidung ebenso befürchtet wie erwartet. „Es ist unheimlich schwierig, die Motivation hochzuhalten, wenn man als Sportler kein konkretes Ziel vor Augen hat“, sagt Fritzlars Abteilungsleiter Steffen Schmude. Bis zuletzt war die Hoffnung, vorverlegt am 20. Dezember das Derby bei der HSG Gedern/Nidda zu spielen. Weil beide Vereine zu den Privilegierten zählen, die konstant trainieren dürfen. Nun soll es am 6. oder 7. Februar in Kleenheim weiter gehen.

Bis Freitag, den 11. Dezember, lässt SVG-Coach Lucky Cojocar noch trainieren. Mit ganz wenig Kontakt, aber „mit handballspezifischen Bewegungen und intensiv“. Zudem meistens in Bestbesetzung. Noch in Gudensberg. Ab Januar könnten die Domstädterinnen wieder ihre (dann renovierte) Halle in Fritzlar beziehen. Das klärt sich am 18. Dezember.

mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen

Seit einer Woche sind die A-Jugendlichen der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen wieder im Training. Und haben die Nachricht über die Verlängerung der Spielpause gefasst aufgenommen. „Das war absehbar“, erklärte David Kuntscher, Mitglied des Mannschaftrates. Und stellt sich wie seine Mannschaftskameraden auf „einen Monat mehr Vorbereitungszeit“ ein. Konkret: Auf vermehrtes Athletik-Training, denn die Trainingsprozesse müssen natürlich auf die neue Situation angepasst werden.

Mehr denn je steht auch für Trainer Florian Maienschein die geplante Durchführung der Meisterrunde (mit den ersten vier Teams der vier Vorrundengruppen) auf der Kippe. Vorstellbar wäre eine Rückkehr zum alten Modus: ein Viertelfinale mit anschließendem Final-Four. (sbs/ohm)

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