Oberliga

MT II dreht Spiel auf der Zielgeraden und feiert ersten Auswärtssieg

Behielt in der Schlussphase die Nerven: Florian Weiß, der trotz langer Ladehemmung im MT-Angriff die Spiel entscheidenden Akzente setzte.
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Behielt in der Schlussphase die Nerven: Florian Weiß, der trotz langer Ladehemmung im MT-Angriff die Spiel entscheidenden Akzente setzte.

Das erste Auswärtsspiel der MT Melsungen II in der laufenden Oberliga-Saison wurde laut Trainer Sviridenko zu einem „tollen Erlebnis“. Eins, dass allerdings auf sich warten ließ. Bis tief in die Schlussphase. Bis die Bundesliga-Reserve die Partie bei der HSG Kleenheim-Langgöns gedreht und den umjubelten 21:20 (10:12)-Erfolg eingefahren hatte.

Oberkleen - Danach sah es nämlich acht Minuten vor Schluss nicht aus. Fabian Höpfner hatte gerade per Siebemeter auf 20:18 für die Gastgeber erhöht, die damit, auch aufgrund ihrer zuvor demonstrierten Kompaktheit in der Deckung, auf der Siegerstraße schienen. Doch dann rührte Melsungens 5:1-Abwehr Beton an, ließ keinen Treffer mehr zu. Auch nicht, nachdem Martin Reinbold 30 Sekunden vor Schluss auf die Strafbank musste. Den letzten Wurf von Niklas Roth wehrte Torwart Herbst ganze zwei Sekunden vor der Schluss-Sirene ab.

Zuvor hatte der MT-Angriff, angeführt vom erfahrenen Rückraum-Duo Weiß/Kothe, sich endlich mal an den Matchplan gehalten und die verabredeten Spielzüge konsequent durchgezogen. Mit Erfolg: David Kuntscher, Florian Weiß und Merlin Kothe sorgten für den spielentscheidenden 3:0-Lauf der Gäste.

So konnte es gehen. So ging es aber ansonsten nur in der Anfangsphase (bis zum 2:4 nach acht Minuten), ehe die 3:2:1-Deckung der Mittelhessen den Melsunger Positionsangriff zu zermürben schien. „Wir haben uns auf zu viele Einzelaktionen eingelassen und den Ball nicht laufen lassen“, begründete Georgi Sviridenko die nachfolgenden Torflaute.

Erst übernahm die HSG dank fünf Treffer in Folge zum 7:4 (12.) das Kommando, danach liefen die Nordhessen stetig einem Rückstand hinterher. Ohne indes zu verzagen oder die Gastgeber davon ziehen zu lassen.

Weil auch ihre Abwehr vor dem zuverlässigen Torwart Büde und mit dem vorgezogenen und überragenden Julian Fuchs gut funktionierte. „Wir haben auch körperlich sehr gut gegen gehalten“, lobte der MT-Coach seine Schützlinge.

Die dann nach dem Rückraumstrategen Roth auch den vor der Pause höchst torgefährlichen Linksaußen Fabian Höpfner, der fortan fast nur noch als Siebenmeerschütze in Erscheinung trat, in den Griff bekamen. Wegweisend für den ersten Auswärtssieg. Genauso wie der fulminante Endspurt.

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