Oberliga

MT Melsungen II droht im Abstiegskampf eine Hängepartie

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Nachdenklich: MT-Trainer Georgi Sviridenko, dessen Team mitten im Abstiegskampf steckt.

Melsungen – Nicht gespielt und doch verloren - diese unangenehme Erfahrung musste die MT Melsungen II als passiver Beobachter der Nachholspiele in der Handball-Oberliga machen. 

„Es war zu befürchten“, kommentierte Trainer Georgi Sviridenko die Siege von Wiesbaden (27:21 in Wettenberg) und Münster (30:21 gegen TV Hüttenberg II), die die Lage seiner Mannschaft im Abstiegskampf zwei Spieltage vor Schluss verschärft haben.

Theoretisch ist noch die Hälfte der Liga (ab dem siebten Platz) darin involviert, was auch damit zusammen hängt, dass es statt drei vier Absteiger geben könnte. Nämlich dann, wenn der Meister - Kirchzell oder Offenbach-Bürgel - nicht aufsteigt. Dieser muss sich diesmal ausnahmsweise einer Relegation gegen den Meister der Oberliga Rheinpfalz/Saarland unterziehen (mit Hin- und Rückspiel am 11. und 18. Mai).

Der Hintergrund: Die 2. Liga wird nach der noch laufenden Saison von 20 auf 18 Teams reduziert - und das fangen die Oberligen auf, indem von 12 Meistern nur zehn in die 3. Liga dürfen. Die Verlierer der insgesamt sechs Relegationsspiele haben also noch eine zweite Chance, wenn im Anschluss in zwei Dreiergruppen vier weitere Aufsteiger (jeweils der erste und zweite) ausgespielt werden.

Hessenmeister gegen Hochdorf

Mit dem TV Hochdorf steht der Gegner des Hessenmeisters bereits fest. Der sicherte sich fünf Spieltage vor Saisonende mit elf Zählern Vorsprung vor Budenheim die Meisterschaft - und plant bereits für die Drittklassigkeit. „Die Mannschaft hat das Potenzial für die 3. Liga“, sagt Geschäftsführer Christian Deller. Folgerichtig soll diese auch das personelle Gerüst für die kommenden höheren Aufgaben bilden. Verstärkt durch drei Neuzugänge, womit die Saisonplanung des Vereins schon so gut wie abgeschlossen ist. Andreas Kunz beeindruckt das nicht. „Wenn wir Meister werden sollten, können wir ohne jeden Druck in der Relegation aufspielen. Meine Mannschaft geht ihren Weg weiter, egal in welcher Liga,“ erklärt der Coach des TV Kirchzell, der die Oberliga Hessen derzeit mit einem Punkt Vorsprung anführt.

„Runter“ aus der 3. Liga kommt auf jeden Fall die SG Bruchköbel, so dass bei drei Aufsteigern aus der Landesliga nur der zehnte Platz absolute Sicherheit gewährt. Von dem ist die Bundesliga-Reserve derzeit drei Punkte entfernt. Also helfen ihr in den letzten beiden Spielen nur zwei Siege: in Dotzheim (Sa. 19), als Tabellensechster jenseits von Gut und Böse, und am letzten Spieltag zu Hause gegen die TSG Münster.

Die hat derzeit drei Punkte mehr als die Bartenwetzer auf dem Konto, vor dem direkten Duell aber gegen Aufsteiger Büttelborn - der neben Schlusslicht Hüttenberg II als Absteiger schon feststeht - eine durchaus machbare Aufgabe. Eintracht Wiesbaden (ein Punkt vor der MT II) wäre da als unmittelbarer Tabellennachbar schon eher einzuholen. Dann aber droht als Viertletzter womöglich eine Hängepartie. Bis Anfang Juni. Bis die zehn Aufsteiger aus der Oberliga in die 3. Liga endlich feststehen. 

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