Handball-Oberliga

MT Melsungen II will in die 3. Liga

Axel Geerken
+
Axel Geerken

Der Spielbetrieb ruht, die Diskussion, wie er fortgesetzt werden soll, nicht. Im Handball auf Landesebene gibt es derzeit zwei Optionen. Die erste sieht eine Fortsetzung der Saison nach dem 25. Februar (plus zwei Wochen Training) vor, so dass zumindest noch eine komplette Halbserie gespielt werden kann. Der Meister steigt auf, Absteiger gibt es nicht.

Schwalm-Eder - Bei der zweiten Alternative wäre der Weg in die 3. Liga kürzer. Sollte es bis zum 15. März Pandemie bedingt nicht möglich sein, wieder in den Spieletrieb einzusteigen, wird die Runde laut Hessischen Handball-Verband (HHV) nämlich nicht gewertet. Einen Aufsteiger in die 3. Liga soll es trotzdem geben.

„Eine Mannschaft kann nach oben“, bestätigt Manfred Leber, Klassenleiter der Oberliga Hessen. Allerdings: eine sportliche Qualifikation wäre Pflicht. Und natürlich entsprechende Interessenten, die auf der heutigen Videokonferenz mit dem HHV-Präsidenten Gunter Eckart, dem Vize-Präsidenten Spieltechnik Tobias Weyrauch, dem Oberliga-Klassenleiter und Vertretern der 15 Oberliga-Teams ermittelt werden sollen.

Einer davon: die Bundesliga-Reserve der MT Melsungen. „Wir werden unseren Hut in den Ring werfen“, bestätigt MT-Manager Axel Geerken. Auch Georgi Sviridenko hat sich längst mit dem Gedanken angefreundet. „Wenn es klappt, wäre es eine große Sache. Wenn nicht, hätten wir in dieser Saison wenigstens noch Spielpraxis“, sagt der Trainer der Bartenwetzer.

Die 3. Liga, wo bereits die nordhessischen Konkurrenten ESG Gensungen/Felserg und Eintracht Baunatal spielen, hat die MT auch deshalb auf dem Schirm, um den eigenen Talenten wie Paul Kompenhans oder David Kuntscher, die bereis bei der ersten Mannschaft mittrainieren, ein ideales Sprungbrett fürs Oberhaus zu bieten. „Wir wollen den kompletten Jahrgang 2002, der vor zwei Jahren Deutscher B-Jugendmeister wurde, halten“, bestätigt Jugendwart Axel Renner.

Auch Pohlheim dabei

Die Konkurrenz um den wohl einzigen freien Platz in der 3. Liga ist indes nicht ohne. „Wir wollen die 3. Liga“, bekräftigt Jens Dapper das bereits vor der Spielzeit ausgegebene Saisonziel. Die Konsequenz des Trainers der HSG Pohlheim: Ab jetzt gibt‘s Trainingspläne für seine Schützlinge, die sich über den Winter in Eigenverantwortung fit gehalten haben.

Der Coach der Mittelhessen rechnet indes fest damit, dass auch Konkurrenten wie Wiesbaden, Dotzheim, Offenbach, Wettenberg oder Kleenheim „der Saison auf diese Art noch einen Sinn geben wollen“, so dass es dann zu einer Aufstiegsrunde (mit entsprechenden Hygienevorschriften) kommen würde. Melsungens Vorteil: die A-Jugendlichen und damit ein wichtiger Bestandteil der Oberliga-Mannschaft konnten trotz der Spielpause ausgiebig trainieren, während bei den potenziellen Rivalen die Hallen geschlossen waren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.