Oberliga

Böddiger und Kirchhof II im Derby zum Punkten verdammt

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Entwischt: Julia Wagner (Nr. 9) lässt in dieser Szene aus dem Hinspiel die Kirchhoferin Laura Sauerwald (l.) stehen. Kann die Eintracht ihren Erfolg wiederholen? 

Felsberg - Es ist angerichtet. Das Derby zwischen dem TSV Eintracht Böddiger und der SG 09 Kirchhof II (Sa. 17 Uhr, Stadtsporthalle Felsberg) beschließt nicht nur die Spielzeit 2018/19, sondern es steht auch ganz im Zeichen des Abstiegskampfes. „Es geht um sehr viel“, weiß SG-Trainer Denk.

Verschärft hat sich die Situation beider Teams durch die Misere der TSG Ober Eschbach in der 3. Liga. Die Südhessinnen müssen nämlich in die Relegation - und würden sie die Klasse nicht halten, würden vier statt drei Mannschaften aus der Oberliga absteigen, weil mit Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden bereits ein hessisches Team den Gang in die Oberliga antreten muss. Und weil am Sonntag mit Walldorf und Wiesbaden die ärgsten Konkurrenten der beiden nordhessischen Teams um den Klassenerhalt aufeinandertreffen, ist unklar, ob etwa ein Remis sowohl Kirchhof als auch Böddiger zum Verbleib in der Oberliga reichen würde. Da die Relegation erst am 25. Mai endet, würde der viertletzte Platz eine lange Zitterpartie mit sich bringen.

Derlei Rechenspiele spielen in den Überlegungen der beiden Trainer aber keine Rolle. „Kirchhof wird heiß sein und alles geben“, warnt Lena Hildebrandt. Und fordert: „Wir hatten genug Chancen zum Klassenerhalt, nun müssen wir die letzte Möglichkeit nutzen.“ Ihr Kollege sieht das ähnlich, spricht von einem „Alles-oder-Nichts-Spiel“ für beide Mannschaften: „Zum Saisonabschluss gibt es schönere Spiele.“

Juniorteam sinnt auf Revanche

Dabei ist das Derby vor allem eine Kopfsache. Viel hängt davon ab, welches Team den Kampf annimmt. Im Hinspiel zeigte die Eintracht eine grandiose Einstellung und gewann mit 24:22 - und das, obwohl mit Anne Kühlborn und Katrin Benda zwei Leistungsträgerinnen fehlten. Und Christin Schene früh mit einer Roten Karte ausschied. Alle drei stehen diesmal zur Verfügung.

Das Juniorteam sinnt folglich auf Revanche. „Meine Spielerinnen wissen, worum es geht“, verspricht Martin Denk. Und muss seine Schützlinge auf eine Aggressive Gastgeber-Defensive einstellen, die versuchen wird, das eigene Tempospiel zu unterbinden und eine aggressive Defensive stellen. „Wir müssen ihnen auf den Füßen stehen“, appelliert Lena Hildebrandt an ihr Team, das bis auf die Langzeitverletzten Kathleen Nepolsky und Antonia Gondermann komplett ist. Bei der SG stehen Paula Küllmer und Andra Lucas aus dem Zweitliga-Team zur Verfügung.

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