Oberliga

Eintracht Böddiger mit langem Atem und wichtigem Sieg im Abstiegskampf

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Sichere Vollstreckerin: Sabrina Lizan (links), die sich hier gegen die Hüttenbergerin Albina Sutormin durchsetzt undeinen ihrer sechs Treffer für Böddier erzielt. 

Die Handball-Damen des TSV Eintracht Felsberg hielten dem Druck stand. Und können nun im Abstiegskampf der Oberliga erst einmal durchatmen. Der Grund: ein hart erkämpfter 31:27 (13:13)-Erfolg gegen das mitgefährdete Team des TV Hüttenberg, womit die Tabellennachbarn die Plätze tauschen.

„Wir hatten am Ende trotz des hohen Tempos den längeren Atem“, lobte TSV-Trainerin Lena Hildebrand ihre Mannschaft. Von Beginn an war das Spiel ausgeglichen. Der Gast führte zwar nach drei Toren von Rückraumspielerin Lea Emmelius mit 5:2 (6.), doch zwei blitzsaubere Treffer von Kreisläuferin Sina Dieling brachten Böddiger wieder in Schlagdistanz. Danach agierten beide Teams äußerst nervös, leisteten sich technische Fehler und ungenaue Abschlüssen. Vor allem die unkonventionelle 6:0-Deckung der Hüttenbergerinnen, bei der Fabienne Löffler immer wieder weit aus dem Mittelblock herausrückte, stellte den Rückraum der Eintracht vor große Probleme.

„Eigentlich ist dieses Herausstürmen ja ein Geschenk, um an den Kreis abzulegen, aber bei uns hat leider das Timing nicht gepasst“, erklärte Hildebrand. So war es vor allem die rechte Angriffsseite, die die Gastgeberinnen im Spiel hielt. Julia Hasper brachte die Defensive der Mittelhessinnen mit ihrem Eins-Gegen-Eins Aktionen immer wieder in Verlegenheit. Mit Erfolg: Entweder holte sie einen Strafwurf heraus oder legte auf die treffsichere Sabrina Lizan ab. „Julia ist heute wirklich vorangegangen und hat Verantwortung übernommen, das war sehr gut“, freute sich die TSV-Trainerin.

Trotzdem. Es blieb hektisch. Auch nach dem Wechsel. Und es zeichnete sich ein Abnutzungskampf ab: Auf jedes Tor der einen Mannschaft folgte postwendend der Gegenschlag. Böddiger stand in der eigenen Deckung so lange gut, bis die Gäste ihre Übergänge an den Kreis spielten. Die Folge: freie Chancen aus der Nahwurfzone und ein gefundenes Fressen für Kreisläuferin Klara Engel (5) und Marlene Rühl (4).

So war das Spiel bis zum 26:26 (55.) auf des Messers Schneide, ehe zwei von Routinier Christin Schene verwandelte Siebenmeter zum 28:26 sowie eine Parade von Torfrau Katja Frommann das Spiel zu Gunsten der Edertalerinnen kippten. Für die endgültige Entscheidung sorgten Anne Kühlborn und Sabrina Lizan.(mm)

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