Oberliga

Eugen Gisbrecht führt MT II zu 33:28-Erfolg gegen Wettenberg

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Kam rein und traf wie er wollte: Eugen Gisbrecht, der die MT II zum 33:28-Sieg gegen Wettenberg führte. 

Mit einem 33:28-Erfolg gegen die HSG Wettenberg rückte die MT Melsungen II auf den fünften Platz in der Handball-Oberliga vor.

Die Entscheidung fiel zwischen der 42. und 52. Minute. In dieser Phase machten Merlin Kothe (2), der stark auftrumpfende Eugen Gisbrecht (3), Nino Jedinak, Daniel Kuntscher und Vlad Avram aus einem 20:21-Rückstand einen 28:23-Vorsprung. Der Rest war Schaulaufen, ehe die MT Melsungen II einen 33:28 (14:15)-Sieg gegen die HSG Wettenberg und damit auf den fünften Tabellenplatz der Handball-Oberliga kletterte.

Begonnen hatte die Begegnung mit zwei Überraschungen. Weil sie ihre Trikots vergessen hatten, mussten die Gäste aus Mittelhessen in ihren Aufwärmhemden antreten, auf denen die notdürftig mit einem Edding aufgetragenen Rückennummern nur schwer zu erkennen waren. Und im MT-Tor stand Glenn Eggert, während Edeljoker Fabian Meyfarth auf der Spielerbank Platz nahm. „Es ist wichtig, Glenn immer wieder mal eine Chance zu geben. Auch dann, wenn Fabian dabei ist“, erklärte Trainer Georgi Sviridenko seine Entscheidung.

Er musste zudem mit zwei Handicaps fertig werden: Jona Gruber fehlte wegen einer Adduktorenzerrung und auch Ole Pregler musste passen. Der 17-Jährige hatte sich beim 35:32-Sieg der A-Jugend gegen Pforzheim-Eutingen Nackenbeschwerden zugezogen.

Der Verlauf der ersten Halbzeit bestätigte die folgerichtigen die Vorahnungen der Pessimisten. Niklas und Sascha Puhl, die den starken Wettenberger Innenblock bildeten, ließen den zuletzt so grandios aufspielenden Kreisläufer Martin Reinbold nicht zum Zuge kommen. Auf der anderen Seite stießen die Rückraumspieler Luca Weber und Lukas Becker auf wenig Gegenwehr. In der Melsunger Defensive überzeugte nur Merlin Kothe gegen den sonstigen Torjäger Philippe Oyono.

Als griff der MT-Coach ein. Zu Beginn der zweiten Halbzeit schickte er Meyfarth in den Kasten, der sich mit sechs Paraden bedankte. Eugen Gisbrecht war in der ersten Halbzeit nur bei einem verwandelten Siebenmeter am Ball, wurde aber schließlich zu dem Spieler, der die Wende gleichermaßen einläutete und perfekt machte. Melsungens Mittelmann suchte immer wieder den Zweikampf und erzielte innerhalb von 24 Minuten - drei Siebenmeter eingerechnet - sieben Tore.

„Als Wettenberg auf eine offensiv ausgerichtete 5:1-Deckung umgeschaltet hatte, wusste ich, dass Eugen zum Zuge kommen würde“, freute sich der Trainer über seinen gelungenen Schachzug.

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