Oberliga

Fabian Meyfarth verhilft MT II mit 16 Paraden zum ersten Saisonsieg

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Taute nach dem Wechsel so richtig auf: Ole Pregler, der in der ersten Hälfte erstmals zusammen mit seinem Bruder Max auf dem Feld stand.

Melsungen - Beim 29:23 (14:11) gegen SG RW Babenhausen feierte die MT Melsungen II den erhofften ersten Saisonsieg in der Hadnball-Oberliga.

Die letzte Aktion war‘s nicht. Aber die entscheidende. Und die Krönung einer überragenden Leistung. Mit seinem Treffer zum 25:20 (54.) besiegelte Fabian Meyfarth den ersten Saisonsieg der MT Melsungen II, an dem der Torwart mit 16 Paraden maßgeblich beteiligt war. „Den musste ich mir einfach nehmen“, beschrieb der Matchwinner den Ausgangspunkt seiner erfolgreichen Bogenlampe ins Babenhausener Tor, die seine Mannschaft von allen Sorgen befreite. Schließlich fiel der Sieg des heimischen Handball-Oberligisten mit 29:23 (14:11) noch halbwegs standesgemäß aus.

Am Freitag hatte der 30-jährige Schlussmann von Trainer Sviridenko eine SMS bekommen. Mit der Bitte einzuspringen. Ohne Vorbereitung. Ohne Training. Ja, „ohne überhaupt in der letzten Zeit Sport gemacht zu haben“, wie die Edel-Reservist lächelnd zugab. Und trotzdem zum Glücksgriff mutierte.

Denn so einfach, wie‘s zu Beginn schien, war es

dann doch nicht. Den gegnerischen Tempogegenstoß unterbinden und hinten mit der eigenen 6:0-Deckung dicht machen - dieser Matchplan ging bis zum 3:0 (6.) auf. Danach nicht mehr. Nun fanden auch die Babenhäuser, animiert duch Goders Paraden und nachlassender Kompaktheit der Abwehr der Gastgeber, ins Spiel, nutzten ihre (wenigen) Chancen konsequent - und gingen durch drei Treffer in Folge durch Felix Mann (2) und Lukas Schmitt gar mit 7:5 in Führung. „Die Abwehrspieler wurden ungeduldig und sind zu früh rausgetreten, was Babenhausen den Raum für ihre Durchbrüche schaffte“, hatte Georgi Sviridenko die plötzliche defensive Schwachstelle erkannt, konnte sie aber erst so richtig durch seine Pausenansprache beseitigen.

Meyfarth sofort voll da

Als Sofortmaßname machte sich dagegen Meyfarths Einwechslung für den glücklosen Daniel Kocsis bezahlt. Dessen Paraden nutzten seine Vorderleute zu einer 14:11-Halbzeitführung, ohne sich indes so richtig freigespielt zu können.

Entwarnung? Noch nicht. Max Pregler kassierte nach 29:36-Minuten seine zweite Zeitstrafe, danach ob seines lautstarken Protests seine dritte und „Rot“, womit die bis dahin eher unspektakuläre Premiere gemeinsam mit seinem Bruder Ole früh beendet war.

Doch vier Minuten in Unterzahl schweißten die Melsunger Abwehr wieder zusammen. Und im Positionsangriff erhöhte Jona Gruber das Tempo, dessen Nebenleute - allen voran Ole Pregler und Martin Reinbold - nun von (fast) allen Positionen sicher trafen. Als dann auch noch der eigene Torwart genau Maß nahm, war der erhoffte Heimsieg perfekt.

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