Oberliga

Gensungen/Felsberg erwartet im Gipfeltreffen in Dotzheim ein heißer Tanz

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Feiern im Spitzenspiel ein Wiedersehen: Gensungens Rückraumspieler Franco Rossel (links) und Dotzheims Thomas Sterker (rechts).

Einem Spitzenspiel geht häufig eine gegenseitige Huldigung voraus. Das Gipfeltreffen der Handball-Oberliga, wenn Tabellenführer ESG Gensungen/Felsberg vom ärgsten Verfolger TuS Dotzheim (Sa. 19 Uhr Sporthalle Schelmengraben) herausgefordert wird, macht da keine Ausnahme.

Im Gegenteil. Mehr Respekt voreinander geht eigentlich nicht. „Für mich ist Gensungen der Aufstiegsanwärter Nummer eins“, sagt TuS-Trainer Hans-Josef Embs über die ESG. Sein Kollege Arnd Kauffeld kontert: „Dotzheim hat den torgefährlichsten Rückraum der Oberliga.“ Und mit Maximilian Schubert (ehemals 1. Liga bei FA Göppingen), Linkshänder Johannes Schuhmacher (ehemals 3. Liga bei Wiesbaden) sowie dem wurfgewaltigen Marc Teuner als Spielmacher wohl auch den erfahrensten. „Der TuS ist individuell top-besetzt, wobei die jeder für sich überragenden Spieler auch noch gut harmonieren“, lautet daher die Einschätzung von Gensungens Rückraumspieler Rossel.

Trotzdem wundert sich Teamkamerad Benedikt Hütt über den Dotzheimer Höhenflug in dieser Saison, nachdem sich die Südhessen in der letzten in ähnlicher Besetzung viel schwerer taten: „Irgendwas muss bei denen klick gemacht haben.“ Hans-Josef Embs, der in seine elfte Spielzeit mit dem TuS geht, wird konkreter. „Wir sind breiter aufgestellt“, sagt der 62-jährige B-Lizenz-Inhaber. Gemeint ist die Auffrischung der Mannschaft durch die jungen Fabian Kovacs, Tristan Funk (beide ehemalige A-Jugend-Bundesliga-Spieler) und Eigengewächs Leander Schmidtmann, die allesamt bereits integriert sind und auch entsprechende Verantwortung übernehmen. Wie wichtig sie für das Team bereits sind, offenbarte die überraschende 26:30-Niederlage in Wettenberg (nach zuvor sechs Siegen in Folge), denn da fehlten Kovacs und Schmidtmann, die aber gegen Gensungen wieder dabei sind.

Torhüter Zünglein an der Waage?

„Eine gute Mischung“, wie der TuS-Coach erklärt. Und eine Parallele zum Gegner. Nicht die einzige. Beide Teams bevorzugen eine 6:0-Deckung mit einem Mittelblock der Extraklasse (Battermann/Schubert bzw. Koch/Rossel), beide verfügen über körperlich starke und robuste Spieler sowie über ein rasantes Umschaltspiel mit torgefährlichen Außen (Funk/Schöberl bzw. Hütt/Otto). Das riecht nach einem Patt, der durch die exzellenten Torhüter aufgelöst werden könnte: Auf Dotzheimer Seite US-Nationalspieler Nicolas Robinson, auf Gensunger Marc Lauterbach, dessen Formkurve in den letzten Woche steil nach oben zeigte. Weiterhin hat Arnd Kauffeld mit dem unbekümmerten Youngster Lukas Voß noch eine „Wundertüte“ in der Hinterhand.

Vergleiche, die nicht nur Franco Rossel einen „heißen Tanz“ erwarten lassen. Vor vollem Haus, wozu auch zwei volle Fanbusse aus dem Edertal beitragen.

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