Oberliga

Gensungen/Felsberg lädt zum Gipfel nach dem Gipfel

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Dynamisch: Gensungens Kreisläufer Christoph Koch, der vor dem Spitzenspiel gegen die HSG Pohlheim seinen Vertrag um ein weiteres Jahr beim heimischen Oberligisten verlängert hat.

Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel. Und das hat sich die ESG Gensungen/Felsberg selbst zuzuschreiben. Denn: Ihr 27:26-Sieg beim TuS Dotzheim machte die HSG Pohlheim zum ärgsten Verfolger der Edertaler, der nun versuchen wird, den Tabellenführer einzufangen (Sa. 19.30 Uhr, Kreissporthalle Gensungen).

Ein Duell, das in der Handball-Oberliga sowieso schon Tradition hat und durch die Tabellenkonstellation - Erster gegen Zweiter - noch an Brisanz gewinnt. Von „spannenden Wochen“ spricht daher ESG-Trainer Kauffeld, „die uns zeigen werden, wo die Reise hingeht.“ Gegen einen Gegner, der „noch abgezockter“ als Dotzheim und, wie sein Kollege Dapper bestätigt, ebenfalls „gut drauf ist“.

Besonders in der Defensive, der derzeit besten der Liga. Dank einer 6:0-Deckung, die mit den reaktivierten Routiniers Daniel Hirz (schon zu Drittliga-Zeiten in Pohlheim) und Andreas Lex (ehemaliger Bundesliga-Spieler der HSG Wetzlar) noch kompakter auftritt. Und dank eines unverwüstlichen Jan Wüst. „Der hält in dieser Saison sensationell stabil“, sagt Jens Dapper über seinen Schlussmann, der beim 36:26-Sieg in Melsungen 22 Bälle abwehrte und auch im letzten Derby gegen Wettenberg (25:22) eine Bank war.

Koch und Rossel bleiben ein weiteres Jahr

Da gilt es, dicke Bretter zu bohren, wozu der beste Angriff der Liga eigentlich prädestiniert ist. Zumal die lange verletzten Linkshänder Jannis Kothe und Cornelius Feuring im Kommen sind und die Edertaler nach sieben Siegen in Folge vor Selbstbewusstsein strotzen. Trotzdem weiß Arnd Kauffeld, „dass gerade gegen diesen Gegner ein hoher Aufwand nötig ist.“ Also das Tempo hochhalten, um den erfahrenen Gast müde zu spielen, eventuell auch mit ungewohnten Auslösehandlungen oder spontan veränderter Abwehrformation zu überraschen.

„Die muss man aus der Reserve locken“, sagt Christoph Koch über „Straßenhandballer“ Grundmann und seine „mit allen Wassern gewaschenen“ Kollegen. Da ist es sicherlich kein schlechtes Omen, dass der Kapitän zusammen mit Franco Rossel, die beide einen seit Wochen überragenden Mittelblock bilden, in dieser Woche seinen Vertrag um ein weiteres Jahr (das sechste bei der ESG) verlängert hat.

Denn: „Ich bin hier noch nicht fertig.“ Gemeint ist das Ziel des Kreisläufers, mit den Gensungern in der 3. Liga zu spielen. Bisher noch unerfüllt, aber nach neun Spieltagen der laufenden Saison zumindest in Sichtweite. Und nach dem zehnten? „Bei einem Sieg gegen Pohlheim stehen uns alle Türen offen“, weiß der Kapitän. Aber auch, wie schwer das wird.

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