Oberliga

Gensungen/Felsberg schlägt Obernburg, doch Verletztenliste wird länger

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Torgefährlich: Gensungens Max Bieber (l.), der sich hier gegegen Andre Fries (Obernburg) durchsetzt. 

"Ohne Drei" und nur fünf Minuten mit Vince Schmidt: Die Vorzeichen waren alles andere als gut für die ESG Gensungen/Felsberg, doch das Resultat umso besser. Der Oberliga-Tabellenführer  feierte einen 36:28 (15:14)-Sieg über  Obernburg und machte damit einen weiteren Schritt Richtung 3. Liga.

Typisch für die aktuelle Situation bei den Edertalern ist die Rolle, die derzeit Jannis Kothe spielt. Für Koch gibt er den Abwehrchef und für den verletzten Otto springt er auf Rechtsaußen ein. „Derzeit muss sich jeder ohne wenn und aber in den Dienst der Mannschaft stellen“, sagt der Linkshänder, der seine drei Treffer erzielte, nachdem er sich in die stets von Heinrich Wachs und Max Bieber inszenierten Rückraum-Aktionen eingeschaltet hatte.

Erst in den letzten fünf Minuten tauchte ein gelernter Außen am rechten Flügel auf. Trainer Arnd Kauffeld hatte - ähnlich wie schon vor einigen Wochen Stephan Untermann - Jan-Hendrik Walther vom Altenteil zurückgeholt, aber mehr als fünf Minuten waren für den 33-Jährigen nicht drin. Walthers Erklärung klingt plausibel: „Ich hatte seit fast zwei Jahren kein Spiel mehr bestritten und mich dabei nur mit gelegentlichem Joggen fit gehalten,“ erklärte der Rechtsaußen nach nur einer Trainingseinheit.

Trotz der grandiosen Auftritte von Maik Gerhold, Heinrich Wachs, Cornelius Feuring und Max Bieber, der sein bisher bestes Spiel im ESG-Trikot machte, waren die Gäste in den ersten 40 Minuten ein gleichwertiger Gegner. Erst beim 20:17 (39. Minute) brachte Feuring die Gensunger erstmals mit drei Toren in Führung. Das Signal für eine souveräne Schlussphase, in der das Kauffeld-Team über 23:19 (46./Wachs) und 26:20 (49./Bieber) zum doch noch klaren 36:28-Sieg kam.

Kein Wunder, dass Kauffeld stolz auf seine Mannschaft war. Allerdings muss er am Sonntag in Vellmar neben Hütt, Otto und Koch vermutlich auch Schmidt (Fußverletzung) ersetzen. Der Coach kommentiert die Lage humorvoll: „Solange wir noch sechs Feldspieler haben, ist alles in Ordnung, aber bei nur noch fünf Feldspielern könnte es problematisch werden.“ Sollte es soweit kommen, wird sich Kauffeld nochmals bei den Handball-Rentnern umsehen. Der nächste Kandidat heißt Jan Pollmer.

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