Oberliga

Gensungen ohne Feuring und emotional geschüttelt zum starken Aufsteiger

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Vince Schmidt

Gensungen/Breckenheim – Vor dem schweren Gastspiel bei Oberliga-Aufsteiger HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim gilt es bei der ESG Gensungen/Felsberg, die vorangegangene unglückliche Niederlage gegen Offenbach/Bürgel wegzustecken sowie die eigene Abwehr zu verbessern. 

Die Saison der Handball-Oberliga ist erst zwei Spieltage alt, doch Spieler und Verantwortliche der ESG Gensungen/Felsberg hat sie nervlich schon einiges abverlangt. Frei nach Goethe von „Himmelhoch jauchzend“ nach dem Auftaktcoup in Bruchköbel bis zu „Zu Tode betrübt“ angesichts eines auf der Ziellinie äußerst unglücklich verlorenen Spitzenspiels gegen Offenbach/Bürgel. Dazu gesellte sich die Hiobsbotschaft von Feurings Mittelhandbruch (wir berichteten). Da Jannis Kothe noch drei Wochen für seine Genesung braucht, treten die Edertaler damit bei der HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim (So. 17 Uhr) ohne Linkshänder im rechten Rückraum an. Diese Rolle soll vorrangig Vince Schmidt übernehmen.

ESG-Angriff stark verbessert

Trotz der frühen emotionalen Achterbahn ist der ESG-Trainer äußerst gefasst. „Entscheidend ist, wie wir jetzt auf diese Situation reagieren“, sagt Arnd Kauffeld. Natürlich will der Edertaler Coach angesichts von 22 Gegentoren in der zweiten Hälfte gegen Offenbach die eigene 6:0-Deckung „optimieren“, doch mit der Angriffsleistung seiner Schützlinge ist er schon sehr zufrieden: „Da haben wir einen Schritt nach vorn gemacht.“ Auch der verletzte Cornelius Feuring hat wie die in der ersten Halbzeit begeisterten Gensunger Zuschauer „mehr Tempo“ und „mehr

Geduld“ im Positionsangriff ausgemacht. Was nicht zuletzt daran liegt, dass Heinrich Wachs seine neue Rolle als Regisseur mit Spaß und Spielfreude angenommen hat.

Gastgeber HSG lebt nach dem Aufstieg (und der Fusion mit der SG Wallau/Massenheim) dagegen von der Euphorie rund um das Team sowie von ihrem starken Tempogegenstoß. „Wir kommen viel über die Geschwindigkeit“, sagt Trainer Lorenz. Gemeint ist die erste Welle über die quirligen Außen David Buckel, Tim Heuss und Timo Treber, siebenfacher Torschütze gegen die MT Melsungen II (23:22), der allerdings wegen eines Sehnenrisses im Knöchel ausfällt.

Und die zweite Welle über die nachrückenden Aufbauspieler Daniel Manns, Yannick Mrowietz und Neuzugang Philipp Botzenhardt (von Gelnhausen). Ausgangspunkt des effektiven Umschaltspiels ist eine aggressive 6:0-Deckung vor einem starken Torwart Robinson. Eine echte Herausforderung also für die emotional geschüttelten Gensunger.

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