Oberliga 

Kann Gensungen/Felsberg in Langgöns Spielfaden wieder aufnehmen?

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Will zurück in Erfolgsspur: ESG-Rückraumspieler Jannis Kothe. 

In der Handball-Oberliga Hessen hat sich nach zehn Spieltagen ein punktgleiches Spitzentrio herauskristallisiert. Das wird angeführt von der ESG Gensungen/Felsberg. Damit das so bleibt, müssen sich die Edertaler am Samstag (19.30 Uhr) bei der HSG Kleenheim-Langgöns schadlos halten.

Und dazu zunächst die 26:33-Schlappe im Spitzenspiel gegen Pohlheim verarbeiten. „Aus den Fehlern lernen“, wie Regisseur Heinrich Wachs sagt. Also laut Rückraumspieler Jannis Kothe, „den Spielfaden wieder aufnehmen“, der in den vorausgegangenen sieben Spielen phasenweise kunstvoll geknüpft wurde, gegen die beste Abwehr der Liga aber plötzlich gerissen war. Und, quasi als Grundvoraussetzung, „60 Minuten Vollgas geben“ (ESG-Torwart Marc Lauterbach), wofür Trainer Kauffeld der gesamte Kader zur Verfügung steht. Schließlich zählt der aktuelle Tabellensechste, besonders vor eigenem Publikum, nicht gerade zur Laufkundschaft der Liga.

Ganz im Gegenteil. „Kleenheim ist unberechenbar und kann an guten Tagen jeden schlagen“, warnt Arnd Kauffeld. Kein Wunder also, dass sein Kollege Matthias Wendlandt mit der zweiten „Aufbausaison“ bisher sehr zufrieden: „Der personelle Umbruch ist weitgehend vollzogen und die verjüngte Mannschaft macht echte Fortschritte.“

Mit Dennis Köhler, Julian Reusch und Jens Elsner, der nur noch im Notfall als Torwart zur Verfügung steht, wurden zu Beginn der Saison drei weitere Routiniers durch jüngere Spieler ersetzt, die sich bisher hervorragend schlugen. Stefan Lang etwa (kam vom TSV Langgöns), im linken Rückraum schon die Nummer eins (vor Björn Spieß), oder Kreisläufer Nico Scheibel (von der HSG Wetzlar U 19), der dem letzten HSG-Mohikaner Micha Wiener zumindest im Angriff ersetzt. Weiterhin eine Lebensversicherung: die Flügelzange. Obwohl aus Höpfner/Strassheim Höpfner/Weller geworden ist. Weil David Strassheim mit einem gerissenen Meniskus noch das ganze Jahr ausfallen wird und sein junger Stellvertreter Marc Weller, allein neunmal beim 35:33-Sieg gegen Melsungen erfolgreich, „seine Sache richtig gut macht“ (Wendlandt).

All‘ das verleitet den Trainer der Mittelhessen nicht zu übertriebenen Optimismus. „Gensungen ist eine andere Hausnummer und klarer Favorit gegen uns“, sagt Matthias Wendlandt. Der Vorteil der Gastgeber: „Wir können befreit aufspielen.“ Gegen den Tabellenführer, der in der Tat etwas mehr als nur ein Spiel zu verlieren hat.

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