Oberliga: 

MT II ohne drei Leistungsträger gegen Obernburg vor schwerer Aufgabe

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Soll das Melsunger Angriffsspiel führen: Routinier Eugen Gisbrecht (Mitte).

So langsam wird‘s eng für die MT Melsungen II im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga. So eng, dass der Bundesliga-Reserve bei einer Niederlage gegen den TuSpo Obernburg (Sa. 18.15 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen) ein Abstiegsplatz droht.

„Die Situation ist schwierig“, gesteht Georgi Sviridenko ein. Und das nicht nur ob der Tabellenkonstellation und der bisher häufig enttäuschenden Heimauftritte der MT. Zwar kann der Melsunger Trainer auf die Unterstützung der Talente aus dem A-Jugend-Bundesliga-Kader setzen, doch fehlen dem Olympia-Sieger von 1988 mit Max Pregler, Nino Jedinak und Merlin Kothe drei Leistungsträger. „Sie sind unsere Hauptakteure“, sagt der Weißrusse: „Nur mit den A-Jugendlichen wird es schwer, sie zu ersetzen.“ Noch dazu steht auch Regisseur Adam Kiss (privat verhindert) nicht zur Verfügung.

Neben den Nachwuchs-Hoffnungen David Kuntscher, Ole Pregler und Malvin Haeske wird im Rückraum viel von Routinier Eugen Gisbrecht abhängen. „Er ist einer, der jetzt das Spiel führen muss“, sagt Sviridenko. Denn in der Offensive agierten die Gastgeber zuletzt wenig variabel, leisteten sich zahlreiche technische Fehler und unvorbereitete Abschlüsse.

Obernburg mit Torjäger Malik

Aufsteiger TuSpo Obernburg reist hingegen mit der Empfehlung eines 32:30-Auswärtserfolgs beim Tabellendritten HSG Pohlheim an. In der Deckung setzt das Team um den früheren Zweitliga-Spieler Tobias Milde auf eine stabile 6:0-Formation. „Sie stehen sehr kompakt in der Abwehr und agieren auch im Angriff sehr variabel“, lobt Sviridenko die Südhessen.

Bei den Gästen bilden Tobias Raab (97 Saisontore) und Lucas Bauer (52) die rechte Angriffsseite, im Rückraum ist vor allem auf Philipp Klimmer (70), der auch am Kreis eingesetzt werden kann, und Andre Göpfert (59) zu achten. Noch dazu hat sich Obernburg in der Winterpause exzellent verstärkt.

Vom Drittligisten HSG Hanau stieß überraschend Top-Torjäger Michael Malik zum Team von Coach Milde. Der Rückraumspieler hatte die Hanauer, für die er in der Hinserie bereits 88 mal traf, in der Winterpause aus privaten Gründen um die Auflösung seines Vertrags gebeten. Für das Milde-Team war er in drei Partien bisher 13-mal erfolgreich.

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