Oberliga

MT II ohne Max Pregler zur Mannschaft der Stunde

+
Vlad-Alexandru Avram

Die MT Melsungen II steht beim TuS Dotzheim vor einer schweren Aufgabe. Die Gastgeber haben die letzten fünf Spiele in der Handball-Oberliga allesamt gewonnen. 

Wenn denn in der Handball-Oberliga eine „Mannschaft der Stunde“ gekürt würde, hätte sich der TuS Dotzheim diesen Titel verdient. Der Grund: Die Wiesbadener sind in ihrer zweiten Saison nach dem Wiederaufstieg so richtig durchgestartet. Der Auftaktniederlage bei der MSG Umstadt/Habitzheim folgten fünf Siege in Folge. Den Vogel schlossen die Schützlinge von Hans-Josef Embs am letzten Spieltag ab, als sie bei der bis dahin verlustpunktfreien HSG Kleenheim/Langgöns mit 38:26 gewannen. „In dieser Mannschaft steckt ganz viel Qualität“, stellte daher Georgi Sviridenko, Coach der MT Melsungen II, durchaus beeindruckt fest. Und weiß damit, was auf seine Schützlinge am Samstag um 19 Uhr in Dotzheim zukommt.

Die Lobeshymnen der Konkurrenz sind TuS-Trainer Embs eher unangenehm. „Der

aktuelle zweite Platz ist nur eine Momentaufnahme. Wir sind weit davon entfernt, uns unter die ersten Fünf einzuordnen“, sagt der Handball-Lehrer. Denn: „Wir haben eine neuformierte Mannschaft, die sich erst einspielen muss.“

Klarer Fall von falscher Bescheidenheit. Trumpfen doch die gewohnten Leistungsträger wie Torwart Nicolas Robinson, der torgefährliche Spielmacher Marc Teuner (schon 42 Tore), der wurfgewaltige Linkshänder Johannes Schuhmacher und der Bundesliga erfahrene Maximilian Schubert auf wie selten zuvor, eben weil sie von den „Neuen“ dabei tatkräftig unterstützt werden. Von Favian Kovacs etwa, der vom Bezirksoberligisten TG Schierstein den Sprung wagte und mittlerweile in Abwehr und Angriff eine feste Größe ist.

Die Mischung passt, während beim Gast noch unklar ist, welche A-Jugendlichen die Mannschaft verstärken werden. Die müssen nämlich schon Sonntagmittag in der A-Jugend-Bundesliga ran. Ihre Unterstützung wäre aber umso nötiger, als Max Pregler aufgrund eines Muskelbündelrisses in der Wade auf jeden Fall und Vlad-Alexandru Avram (Schulter) wahrscheinlich ausfallen werden.

Kein Wunder, dass Georgi Sviridenko aufgrund dieser Vorzeichen seine Mannschaft zum Außenseiter stempelt. Bleibt abzuwarten, wie die „Mannschaft der Stunde“ mit der (neuen) Favoritenrolle zurechtkommt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.