Oberliga

MT Melsungen II geht in Dotzheim mit 26:46 unter

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Hielt seine Mannschaft die ersten 20 Minuten im Spiel: Merlin Kothe (MT). 

Ersatzgeschwächt kehrte die MT Melsungen II mit einer 26:46-Schlappe im Gepäck aus Dotzheim zurück. Damit übernahm der TuS die Tabellenführng in der Handball-Oberliga.

Das saß. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“, hatte Melsungens Trainer Georgi Sviridenko heftigst an einer Niederlage zu knabbern, die angesichts der Ausgangsposition nicht ganz unerwartet kam, dafür aber mit 26:46 (11:23) unerwartet klar ausfiel. Einer Lehrstunde glich, die der heimische Handball-Oberligist beim TuS Dotzheim über sich ergehen lassen musste.

Klar, die Personalsituation bei der Bundesliga-Reserve war äußerst angespannt. Von den A-Jugendlichen konnten nur Marvin Haeske, der im rechten Rückraum fast durchspielen musste und dort gegen die kompromisslose Deckung der Gastgeber kaum einen Stich bekam sowie Julian Fuchs aushelfen. Auch der mit reichlich Spielanteilen, weil der etatmäßige Rechtsaußen Vlad-Alexandru angeschlagen war. Schmerzlich vermisst: Max Pregler. Sowohl im Mittelblock wie in der Offensive, was auch vom erfreulichen Comeback von Adam Kiss (nach neunmonatiger Verletzungspause) nicht kompensiert werden konnte.

So lag die Hauptlast in der Gäste-Offensive bei Merlin Kothe. „Den haben wir am Anfang nicht in den Griff bekommen“, gestand TuS-Coach Embs. Mit vier Treffern hielt der Halblinke seine Mannschaft bis zum 14:9 (20.) halbwegs im Spiel, dann wurden die Nordhessen noch vor der Pause schlichtweg überrannt. Per erster und zweiter Welle, die auf immer weniger Widerstand traf. „Wir haben im Aufbauspiel viel zu viele Fehler gemacht und die wurden vom Gegner eiskalt bestraft“, erklärte Kapitän Eugen Gisbrecht.

Damit war die Partie schon zur Halbzeit (23:11) so gut wie entschieden. Und - aus Gäste-Sicht - Schadensbegrenzung angesagt. Die gelang (halbwegs) bis zur 50. Minute. Dann konnte die MT II endgültig das höllische Tempo des Gegners nicht mehr mitgehen. „Wie entfesselt“ (Hans-Josef Embs) spielte der in der Schlussphase auf. Jeder Wurf war ein Treffer.

Gerade die erfahrenen Rückraumspieler Marc-Oliver Teuner (8/2) und Maximilian Schubert (7) drehten noch mal richtig auf, während zuvor die „jungen Wilden“ Fabian Kovacs (8) und Marius Reinheimer (6) die Akzente im Dotzheimer Angriff gesetzt hatten. Ein Spielrausch, der beim Gast einen hartnäckigen Kater auslöste. 

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