Oberliga

MT Melsungen II mit jugendlicher Verstärkung nach Münster

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David Kuntscher

Melsungen/Münster – Vor einem wegweisenden Spiel stehen die Oberliga-Handballer der MT Melsungen II bei der TSG Münster.

Darauf hatte Ole Pregler nach eigenen Angaben „sehnsüchtig“ gewartet. Am ersten Spieltag der Handball-Oberliga war es so weit: Erstmals standen der 17-jährige Rückraumspieler und sein älterer Bruder Max (24), in der Vorbereitung zum Kreisläufer umfunktioniert, gemeinsam auf dem Feld. Und obwohl diese denkwürdige Premiere in den ersten Saisonsieg der MT Melsungen II mündete, ist die Zusammenarbeit der beiden Brüder noch ausbaufähig. Zum einen wurde der große Bruder nach 29 Minuten vom kleinen Bruder aufgrund einer Roten Karte vom Feld geführt, zum andern war die Achse Pregler-Pregler bis dahin recht unauffällig geblieben. „Das wird noch besser klappen“, verspricht Ole Pregler. Und hat dabei bereits den kommenden gemeinsamen Auftritt bei der TSG Münster (Sa. 19 Uhr) im Visier.

Für seinen Trainer durchaus ein wegweisendes Spiel, das offenbaren wird, ob seine Mannschaft in dieser Saison schon früher die Kurve kriegt. Umso erfreuter ist Georgi Sviridenko über weitere Verstärkungen aus der A-Jugend (Julian Fuchs und David Kuntscher). Edeljoker und Matchwinner Fabian Meyfarth steht dem MT-Coach diesmal allerdings nicht zur Verfügung, dafür kehren die Talente Glenn-Louis Eggert und Jan-Lasse Herbst zurück. Nicht zuletzt deshalb spricht Alexander Press, Sportlicher Leiter der TSG, von einer „Wundertüte“, was keineswegs despektierlich gemeint ist: „Melsungen ist in dieser Konstellation kaum ausrechenbar.“

TSG peilt ersten Sieg an

Also gilt es, so Co-Trainer Dautermann, „uns ganz auf uns selbst zu konzentrieren.“ Wobei sich die Hoffnungen, geknüpft an den Trainerwechsel (Alexander Adamski für Jens Illner) und drei Neuzugänge (Bastian Schwarz, Stephan Denhard und Max Panther von der SG Bruchköbel), bisher noch nicht erfüllt haben. Die Mannschaft, in der letzten Saison nur aufgrund des Kirchzeller Aufstiegs dem Abstieg entgangen, verlor die ersten beiden Spiele, wirkte besonders im zweiten (24:31 in Kleenheim) nervös und ängstlich.

„Das muss sich noch einspielen“, bittet Tim Dauermann um Geduld. Sein Boss (Alexander Press), einer der Verantwortlichen des „neuen Impulses“ auf der Trainerbank, scheint die nicht mehr zu haben: „Das wird sicherlich ein enges Spiel. Doch wir müssen zuhause endlich mal wieder auftrumpfen.“

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