Oberliga

MT Melsungen II schafft mit 27:24-Sieg gegen Münster den Klassenerhalt

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Geschafft: Die Spieler der MT Melsungen II bejubeln den Sieg gegen die TSG Münster und den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga. Mittendrin feiert Matchwinner Maximilian Pregler (Nummer 23). 

Melsungen - Mit einem schwer erkämpften 27:24 (11:13)-Sieg gegen die TSG Münster schaffte die MT Melsungen II doch noch den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga.

49 Sekunden vor Schluss ging Christian Damm lächelnd vom Feld. Und dass, obwohl den Kreisläufer der MT Melsungen II der Bannstrahl der dritten Zeitstrafe getroffen hatte. Momente später war er Teil einer jubelnden und tanzenden Spielertraube. Der Grund: Unmittelbar vor seiner Disqualifikation hatte der Bartenwetzer mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt gesetzt. Zum schwer erkämpften 27:24 (11:13)-Erfolg gegen die TSG Münster, der dem heimischen Handball-Oberligisten quasi auf der Zielgerade doch noch den Klassenerhalt bescherte.

„Wir haben immer daran geglaubt“, erklärte der 26-Jährige Während der Saison, als das rettende Ufer zum Ende der Hinrunde kaum noch zu erkennen war. Und beim Saisonfinale. „Ein brutales Spiel“, sagte MT-Trainer Sviridenko angesichts der nervenzehrenden Dramaturgie. Und auch wegen eines Gegners, „der uns mit seiner kompakten Deckung ganz große Schwierigkeiten bereitet hat.“ Besonders der bärenstarke Mittelblock Schuster/Zelser, an dem sich insbesondere Linkshänder Marian Seibert die Zähne ausbiss und folgerichtig früh durch Tomas Piroch ersetzt wurde.

Max Pregler überragt

Was aber zunächst auch nicht so recht fruchtete. Der Melsunger Positionsangriff agierte einfach zu statisch, um die Münsteraner Statik ins Wanken zu bringen. So liefen die Gastgeber 40 Minuten einem Rückstand hinterher, ehe Rechtsaußen Avram erstmals zum 17:17 ausgleichen konnte. Bis zur ersten Führung dauerte noch mal quälend lange sechs Minuten (21:20). Die jedoch ein kurzes Vergnügen war, weil die Südhessen respektive Marc Zelser postwendend zum 21:22 konterten (47.).

Dann aber war ein MTer nicht mehr zu halten, der nach Anlaufproblemen seine Mannschaft schon in der ersten Hälfte im Spiel gehalten hatte: Max Pregler. Der überragende Rückraumspieler machte alles, traf vom Punkt, aus der zweiten Reihe, schloss, wenn nötig, auch mal einen (der seltenen) Tempogegenstöße ab.

„Wir brauchten einen, der vorne weg geht“, sah sich der Kapitän in der Pflicht - und erfüllte sie brillant. Auch angetrieben dadurch, „dass ich auf ein weiteres Jahr in der Landesliga einfach keine Lust hatte“. Sein zehnter Treffer zum 24:23 (51.) markierte die Wende, sein elfter zum 26:23 (56.) die Vorentscheidung.

Auch weil parallel zu seinen packenden Aktionen die eigene Deckung Beton anrührte. „Wir waren in der Schlussphase speziell im Zentrum wesentlich aggressiver“, konnte Georgi Sviridenko erfreut feststellen. Der entscheidende Grund für seinen Kollegen Jens Illner, „dass wir am Ende unser Konzept nicht mehr durch spielen konnten.“ Selbst in Überzahl nicht.

Melsungen: Meyfarth (12 Paraden/24 Gegentore), Eggert (n.e.); Hagemann, Jedinak 2, Pliuto 1, Seibert, Gruber, Avram 4, Kothe 3, Damm 2, Pregler 11/3, Reinbold, Gisbrecht 1, Piroch 3. 

Münster: Spiranec (19/26), Rausch (bei einem 7m, 0/1); Hranjec, Zelser 6/1, Marxer, Höllebrand 6, Dautermann 1, Schreiber 2/2, Friemann 3, Kunz 2, Ikenmeyer 1, Jacobi, Schuster 3. 

SR: D. Adam/S. Adam. 

Z: 200. 

Siebenmeter: 5/3:7/3. 

Zeitstrafen: 10:8-Minuten. 

Disqu.: Chr. Damm (49:11, dritte Zeitstrafe).

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