Oberliga

Starke Defensivleistung beschert MT Melsungen II 23:21-Erfolg im Nordhessenduell

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Übernahm Verantwortung: MT-Rückraumstratege Jona Gruber (l.), der hier vom Vellmarer Peter Petrovszki angegriffen wird.

Es war der leidenschaftliche Kampf in der Defensive, der dem Handball-Oberligisten MT Melsungen II einen ganz wichtigen Sieg bescherte. Die Mannschaft von Trainer Georgi Sviridenko feierte beim Tabellenletzten TSV Vellmar einen 23:21 (13:12)-Erfolg.

Die starke Abwehrleistung und die Steigerung von Torwart Daniel Kocsis waren nötig, um die Schwächen im Angriff zu kompensieren. Da zunächst mit Magnus Rulff, Marian Seibert und Merlin Kothe nur Akteure ohne Spielpraxis beziehungsweise angeschlagene Spieler auf der Bank saßen, lag die Verantwortung ausschließlich in den Händen von Jona Gruber und Eugen Gisbrecht. So war es kein Wunder, dass die ersten fünf Melsunger Treffer nur von den beiden Rückraumspielern erzielt wurden. Trotz ihrer starken Auftritte ließ die erste Zwei-Tore-Führung der Bundesliga-Reserve auf sich warten. Bis zur 29. Minute nämlich.

In der zweiten Halbzeit hielt zunächst Vellmars Torwart Christian Gumula seine Mannschaft im Spiel, ehe die MT ihren dünnen Kader durch einen Coup der besonderen Art vergrößerte. In der 35. Minute betraten David Kuntscher und Julian Fuchs die Halle, obwohl die beiden A-Jugendlichen noch am Mittag eine Partie in Pforzheim absolviert hatten.

Kuntscher wurde postwendend eingewechselt und trug mit einem Treffer dazu bei, dass seine Mannschaft in der 49. Minute erneut einen Zwei-Tore-Vorsprung herausspielte. Den vorentscheidenden Treffer erzielte schließlich Gruber fünf Minuten vor Schluss zum 21:18. Und der erste und einzige Vier-Tore-Vorsprung (57.) sorgte bei den MT-Fans unter der 450 Zuschauern in der Vellmarer Großsporthalle für Erleichterung.

Georgi Sviridenko lobte seine Abwehr sowie Torwart Kocsis, war aber mit der Leistung, die seine Mannschaft im Angriff zeigte, nicht durchgängig zufrieden. „Einige Spieler haben ihre Nervosität nicht abgelegt, was uns zu viele Ballverluste eingebracht hat“, kritisierte der MT-Trainer, der zudem bedauerte, dass er Gruber und Gisbrecht keine Pausen gönnen konnte: „Beiden ist zum Schluss die Kraft ausgegangen.“

Sein Vellmarer Kollege Gordon Hauer sah zwei Gründe für die Niederlage seiner Mannschaft: „Wir haben Jona Gruber zu spät angegriffen und waren auf der anderen Seite im Positionsangriff zu zaghaft.“

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