Oberliga:

Ungekrönte Aufholjagd der MT Melsungen II gegen TSG Offenbach-Bürgel

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Sichtlich enttäuscht: David Kuntscher war in der zweiten Halbzeit ein Melsunger Aktivposten, konnte mit seinem Team aber für keine Wende mehr sorgen. 

Am Anfang war es eine Katastrophe, dann wurde es immer besser und schließlich wäre fast noch die Wende gelungen. Das denkwürdige Spiel der Handball-Oberliga zwischen der MT Melsungen II und dem Tabellenzweiten TSG Offenbach-Bürgel endete vor 121 Zuschauern in der Melsunger Stadtsporthalle 34:37 (17:23).

Mit Fabian Meyfarth, Jona Gruber, Max Pregler, Merlin Kothe und Martin Reinbold fehlten zwar fünf Leistungsträger, aber das entschuldigt den desolaten Auftritt in den ersten 30 Minuten nicht. Die Torhüter Glenn Eggert und Daniel Kocsis waren insgesamt nur dreimal am Ball, die Abwehr verhielt sich passiv, wenn Offenbachs Rückraum-Asse Markus Wagenknecht und Nils Lenort anstürmten, und bei den eigenen Angriffsaktionen regierte das Chaos.

In der Pause erinnerte Georgi Sviridenko, dessen Vertrag bei der MT II und im Nachwuchsbereich um weitere zwei Jahre verlängert wurde, seine Spieler an den vergangenen Sonntag. Die TSG hatte gegen die HSG Kleenheim in den letzten sechs Minuten eine 31:26-Führung verspielt und damit ihre Verwundbarkeit offenbart. Aber der MT-Trainer begnügte sich nicht mit dem eindringlichen Appell, er handelte auch.

Und es erwies sich schnell als Glücksgriff, dass nun Jan-Lasse Herbst zwischen den Pfosten stand. Mit ihrem Torhüter als Rückhalt agierte die Abwehr nun aggressiver, und im Angriff setzten jetzt Eugen Gisbrecht und David Kuntscher die Akzente. Das Duo machte Druck, sodass auch die Außen Julian Fuchs und Nino Jedinak sowie Kreisläufer Christian Damm besser zum Zuge kamen.

Georgi Sviridenko, bleibt Trainer in Melsungen

So kam es, dass sich aus einem zwischenzeitlichen Acht-Tore-Rückstand noch ein spannendes Spiel entwickelte. In der 49. Minute hatte die MT beim 30:31-Zwischenstand erstmals den Anschluss geschafft, aber den Ausleich verhinderte meistens Offenbachs Torwart. Marvin Hoppenstaedt sorgte mit insgesamt 15 Paraden dafür, dass Weihnachten bei Hoppenstaedts ein frohes Fest wird, und schließlich sicherte Tobias Lehmann mit dem 36. Offenbacher Treffer (59.) den Gästen den Sieg.

„Über die erste Halbzeit müssen wir nicht reden“, sagte Sviridenko, dem natürlich Herbsts zwölf Paraden gut gefallen hatten. Zudem lobte der MT-Trainer vor allem die Abwehraktionen von David Kuntscher, Christian Damm, Ole Pregler und Eugen Gisbrecht.

Melsungen: Eggert (1. - 7./1 Parade/5 Gegentore), Kocsis (7. - 30./2/18), Herbst (30. - 60./12/14) - Haeske 2, Jedinak 6, Avram 1, Dobriczikowski, Damm 5, Ole Pregler 4, Bruns, Gisbrecht 5, Fuchs 3, Kiss 5/4, Kuntscher 3, Rulff 

Offenbach: Hoppenstaedt (1. - 60./15 Paraden/34 Gegentore) - Kaiser 3, Zahn 4, Ahouansou, Pjanic, Müller, Morgano 3, Wagenknecht 9/1, Hofmann 2, Lenort 8, Cohen, Ljubic 3, Lehmann 5, Schohl 

SR: Bley/Bulat (Aschaffenburg/Mainz).

Z: 121. 

Siebenmeter: 5/4:1/1. 

Strafminuten: 8:6-Minuten.

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