Verbandsliga: Lichtblick Rommel

OSC Vellmar beim 3:0 zu stark für FSG Gudensberg

Hatte viel zu tun: Gudensbergs Leon Fink (l.), der sich hier im Kopfballduell mit Christian Brinkmann behauptet.
+
Hatte viel zu tun: Gudensbergs Leon Fink (l.), der sich hier im Kopfballduell mit Christian Brinkmann behauptet.

Die Generalprobe ist misslungen. Drei Tage vor dem größten Spiel der Vereinsgeschichte im Hessenpokal gegen den KSV Hessen Kassel (Di. 19 Uhr, Weinbergstadion, Spiel ist ausverkauft) unterlag die FSG Gudensberg dem OSC Vellmar mit 0:3 (0:1).

Gudensberg – Und musste anerkennen, dass die Gäste von Coach Jörg Müller (noch) eine Nummer zu groß sind. Erst recht unter den gegebenen Vorzeichen. Denn der bockstarke Sechser Carlos Rohmann saß angeschlagen fast 70 Minuten auf der Bank. Gar nicht mitwirken konnte Nico Döring. Den pfeilschnellen Angreifer plagen Schmerzen im Knie, so dass er wegen einer möglichen Meniskusverletzung am heutigen Montag zum Arzt muss. Und somit den Vergleich mit dem KSV, bei dem er drei Jahre in der Jugend ausgebildet wurde, definitiv verpasst.

Längerer Ausfall Nico Dörings wäre bitte

Eine längere Pause Dörings würde Gudensberg ins Mark treffen. Während das Team im Defensivbereich gut aufgestellt ist, ist die Abteilung Attacke auf Kante genäht. Und die gegen Vellmar eingewechselten Matthias Tropmann und Philipp Göttig sammelten keine Pluspunkte, weil es ihnen an Tempo und Spritzigkeit (Tropmann) sowie Technik und Robustheit (Göttig) mangelt.

Somit galt das Augenmerk gegen den OSC in erster Linie dem Tor verteidigen und Nadelstiche setzen. Teil eins gelang durchaus, „weil wir eine gute Ordnung hatten“ (Zitat Trainer Andre Fröhlich), Teil zwei weniger, „weil durch unsere defensivere Grundausrichtung offensiv einiges auf der Strecke blieb, wir die Bälle zu leicht wieder hergeschenkt haben und nicht mutig genug waren.“

Schlenzer von Tolga Yantut als Sahnestück

Somit hatte der Vergleich mit der Spitzenmannschaft und Ex-Trainer Müller phasenweise etwas von Handball. Mit Spielverlagerungen auf die Flügel und viel Dominanz der Gäste, die indes spielerisch einiges schuldig blieben. Zum mit der Zunge schnalzen war allein der Schlenzer von Tolga Yantut, der jedoch nur die Latte küsste und zurück aufs Feld sprang. Das war derart knapp, dass die Fans der Gäste augenzwinkernd den Videobeweis forderten.

„Es war ein Geduldsspiel und das haben wir mit Bravour bestanden“, lobte Müller seine Schützlinge, die sich im gesamten Spielverlauf addiert 25 Ecken und Freistöße erarbeiten. Und folgerichtig daraus Kapital schlugen. Egli Milloshaj erlöste Vellmar per Kopf nach einer Ecke von Enes Glogic zum 1:0 (65.). Sieben Minute zuvor hätte Can Rommel, Gudensbergs Auffälligster, beinahe den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Mit einem ansatzlosen Drehschuss gegen zwei Vellmarer zwang er Torwart Sebastian Nödel zu einer Glanztat (58.).

Am Samstag Derby in Körle

Die folgenden Wechsel der FSG nebst Umstellung auf ein 4-4-2-System verpufften indes. Vellmar ließ sich nicht mehr beirren. Torjäger Serkan Aytemür nach einer Maßflanke von Marko Utsch und missglückter Abwehr von Daniel Frank (83.) sowie Glogic per Strafstoß (90.) schraubten das Resultat in die Höhe. Was die FSG schnell verdauen muss, weil nach dem Pokal-Hit gegen Kassel am Samstag das ungleich wichtigere Verbandsliga-Derby in Körle ansteht. (Sebastian Schmidt)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.