Fußball-Hessenliga:

Paukenschlag: Kim Sippel löst Pascal Bielert als Nummer eins des KSV Baunatal ab

Kim Sippel
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Jubelschrei: Kim Sippel, hier 2018 bei der Kleinfeld-WM, ist wieder die Nummer eins des KSV Baunatal.

So schnell kann’s gehen: Vor der Saison wechselte Kim Sippel ohne große Ziele zum Fußball-Hessenligisten KSV Baunatal. Jetzt zieht es Pascal Bielert aus familiären Gründen zurück zum Lichtenauer FV – und schon ist Sippel die Nummer eins.

Baunatal – Was ist da denn los? „Mit Kim sind wir sehr gut aufgestellt. Er ist so fit wie nie“, lobt Trainer Tobias Nebe den Rückhalt, dem er bereits von 2012 bis 2015 als Rückhalt in der Regional- und Hessenliga vertraute. Anschließend war Sippel beim TSV Wabern in der Gruppenliga mehr Trainer als Spieler. Bis er seinen Posten Ende November 2019 zur Verfügung stellte.

Das hatte vor allem zeitliche Gründe, weil er nach seinem abgeschlossenen Master-Studium als Sportmanager nebenberuflich Wirtschaftspädagogik studiert. Und weil er gerne noch Trainer ist, steigt er ab Februar beim DFB-Stützpunkt in Borken bei den heimischen Talenten bis zur C-Jugend ein.

Spezieller Charme wegen gemeinsamer Vergangenheit

In Baunatal wollte er „einfach nur ein bisschen Spaß haben, weil speziell die Situation im Tor einen ganz speziellen Charme hat.“ Denn Bielert wurde in Hessisch Lichtenau schon in der D-Jugend von Sippel trainiert. Ebenso von Kindesbeinen an kennt er Jannik Schramm, das 18-jährige KSV-Talent, das in der A-Jugend-Hessenliga spielt, aber auch schon bei den Senioren auf der Bank saß – hinter Sippel. Der hat bereits drei Spiele in dieser Saison auf dem Buckel. Auch, weil die etatmäßige Nummer zwei Max Stellbogen wegen einer Handverletzung bislang komplett passen musste.

Der Ex-Waberner wusste bei seinen Auftritten zu überzeugen, weswegen die Baunataler jetzt einen Ersatz für ihn suchen. Denn – und daran ändert die Beförderung nichts – Kim Sippel hatte von Anfang an kommuniziert, dass es durchaus möglich ist, dass mal ein privater Termin am Wochenende Priorität genießen kann. Deswegen wurde lediglich mündlich eine leistungsorientierte Vereinbarung getroffen, aber eben kein Vertrag gemacht.

Fit wie nie dank konsequenter Lebensumstellung

„Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich Vertrauen genieße und Freiheiten bekommen kann“, betont der 31-Jährige, der für seine neu gewonnene Fitness Gründe liefert. So lebt er mittlerweile vegan, macht viel Yoga und trainiert gezielter. Dadurch kann der Kleinfeld-Weltmeister von 2018 dem KSV entspannt helfen und ist guter Dinge, dass er sich mit Baunatal schnell von den Abstiegsplätzen entfernt. Weil etwa die langzeitverletzten Dominik Schneider und Moritz Meuser zurückkehren. Und weil der wiedererstarkte Kim Sippel es noch mal allen zeigen möchte. (Sebastian Schmidt und Manuel Kopp)

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