Wie Sieg im Topspiel gegen Körle alle Zweifel vertrieb

Der TSV Ost-/Mosheim ist Meister der Bezirksoberliga

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Ohne Niederlage wurde der TSV Ost-/Mosheim Meister (hinten von links) Stefan Wiegand, Amine Remus, Jonas Koot, Marc Imberger, Yannic Neurath, Co-Trainer Dennis Wittig, Uwe Findeisen, Torsten Jutzi, Konstantin Latza, (Mittlere Reihe) 1. Vorsitzender Jürgen König, Sebastian Wicke, Janik Hagemann, Klemens Rohdich, Trainer Mario Lubadel, (vorne) Daniel Kinnback, Alexander Lubadel, Christian Stöcker, Jan Uwe Berz. Auf dem Bild fehlen Torben Schröder und Wojtek Lalek. 

Ostheim. Mit nur einem Verlustpunkt und ohne Saisonniederlage wurden der TSV Ost-/Mosheim Meister in der Handball-Bezirksoberliga.

Noch vor einem Jahr sah das anders aus. „Mit dem Saisonverlauf hätte vorher keiner gerechnet“, erklärte TSV-Vorsitzender Jürgen König. Nachdem Ost-/Mosheim in der Vorsaison den Landesliga-Aufstieg in der Relegation gegen die TG Wehlheiden verpasst hatte, war die Stimmung im Verein schlecht. „Trotz einigen Widerstandes hielten wir an Mario Lubadel als Trainer fest, da er in den sieben Jahren zuvor hervorragende Arbeit geleistet hatte“, lobte König den Coach. Doch auch der TSV-Trainer stand vor einer schweren Aufgabe: Mit Jan-Hendrick Otto (Gensungen) und den Brüdern Philip und Nicolas Bachmann (beide Wehlheiden) verließen den TSV die drei Haupttorschützen der letzten Serie. Wie die Lücke geschlossen werden sollte, war damals noch nicht abzusehen.

Dies gelang durch die Verpflichtung von Marc Imberger, Jan-Uwe Berz, Torhüter Malte Nelling (alle Alsfeld) und Christian Stöcker (Homberg). Trotz einer guten Vorbereitung und einem zunehmend zurückkehrenden Selbstbewusstseins blieben die Erwartungen erst einmal gering. Ziel zu dem Zeitpunkt sei ein Tabellenplatz im oberen Drittel gewesen, sagte König.

Knackpunkt Körle

Dann kam jedoch schon am dritten Spieltag das Duell gegen Titelfavorit MSG Körle/Guxhagen, welches OMO mit 31:28 für sich entschied. „Dieses Spiel war der Knackpunkt,“ sagte TSV-Coach Lubadel und König pflichtete bei: „Es war plötzlich klar, dass wir Meister werden können.“ In der Folge gab das Lubadel-Team den Spitzenplatz nicht mehr aus der Hand.

Dabei half auch ein weiterer Transfer-Coup. Ostheim gelang es, in der Winterpause Routinier Uwe Findeisen zu verpflichten. „Mit seiner Erfahrung hat er uns noch einmal enorm weiter geholfen und die Abwehr weiter stabilisiert,“ erklärte König.

Findeisen wird auch in der nächsten Saison zur Verfügung stehen. Zudem konnten mit Kreisläufer Jannis Balke und Torhüter Stephan Wicke (beide Gensungen) zwei oberligaerfahrene Spieler verpflichtet werden. Mit Max Staubesand kommt außerdem ein weiterer Linkshänder für die nächste Saison. Schmerzlich ist allerdings der Verlust von Rückraumspieler Marc Imberger, der nach Vellmar wechseln wird. Gehen werden auch Torhüter Malte Nelling, die Rückraumspieler Klemens Rohdich, Yannic Neurath (alle Ziel unbekannt), sowie Außenspieler Wojtek Lalek (Karriereende).

Coach Lubadel ist sich für die neue Saison sicher: „Die Landesliga wird sehr schwer, auch weil wir momentan noch keinen Halblinken mit entsprechendem Niveau gefunden haben.“ Gelingt dies plus ein Mittelmann zur Entlastung, sei ein Mittelfeldplatz möglich. „Sonst“, so Lubadel, „kann es nur das Ziel Klassenerhalt geben.“

Von Moritz Minhöfer

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