1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport
  4. Sport Schwalm-Eder-Kreis

Premiere für Theresa Koch bei der Ironman 70.3 Weltmeisterschaft in den USA

Erstellt:

Von: Fabian Seck

Kommentare

Daumen hoch: Theresa Koch (CJD Oberurff) feiert ihre WM-Premiere in den USA.
Daumen hoch: Theresa Koch (CJD Oberurff) feiert ihre WM-Premiere in den USA. © Marco Berger

Der Saison-Höhepunkt steht für die Triathleten auf der Mitteldistanz an. Bei der Ironman 70.3 Weltmeisterschaft in den USA gehen mit Theresa Koch aus Fritzlar und Marcel Krug aus Zimmersrode über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21 Kilometer Laufen in St. George im US-Bundesstaat Utah auch zwei heimische Teilnehmer an den Start.

Schwalm-Eder – Für Theresa Koch kommt die erste Teilnahme an einer WM eigentlich zur Unzeit. Denn in diesem Jahr hatte sie gleich mehrere Erkrankungen zu überstehen. Eine neue persönliche Bestzeit unter den 4:48 Stunden, die sie im Juni beim Triathlon in Hannover als Drittplatzierte der Frauen-Rangliste aufstellte, wäre unrealistisch.

Nur für den ersten Teil, das Schwimmen, sieht sich die Triathletin des CJD Oberurff gut gerüstet. Hier profitiert sie von ihrer Erfahrung im Leistungssport. Auf dem Rad und beim Laufen schätzt sie ihre Form als ausbaufähig ein. Unabhängig vom Ergebnis möchte sie nach dem Wettkampf zusammen mit ihrem Freund eine Tour im Wohnmobil durch die Südstaaten machen. „Die WM bietet sich dafür an, dass ich noch einen Urlaub dranhänge“, erklärt die Fritzlarerin.

Fünf Tage vor dem Startschuss am morgigen Freitag kam sie in Las Vegas an, um sich zu akklimatisieren. Mit dem anspruchsvollen Profil des Rad- und Laufkurses in St. George hat sich die starke Schwimmerin bisher kaum beschäftigt. Die Devise lautet: Nach dem Schwimmen vorne dabei sein und dann möglichst wenige Positionen verlieren. So ähnlich lief es auch 2019, als sich Koch beim Triathlon in Zell am See mit dem vierten Platz in der Altersklasse der 25- bis 29-Jährigen für die globalen Titelkämpfe qualifizierte.

Sport und Familienurlaub

Prinzipiell hat er im Triathlon fast alles erlebt. Marcel Krug war 2018 bei der Langdistanz-Weltmeisterschaft auf Hawaii, absolvierte insgesamt 19 Ironman-Triathlons und nimmt nun zum vierten Mal an der 70.3 WM teil. Zuvor war er in Clearwater (2010), Port Elizabeth (2018) und Nizza (2019) und sagt: „Die positiven Bilder und Emotionen während des Ironman möchte ich einfach genießen. Ich bin auf keine Zeit oder Platzierung fokussiert, sondern lebe den Olympischen Gedanken.“

Einmalig nutzte der 39-Jährige zur Vorbereitung den Kassel-Halbmarathon vor vier Wochen. Dort hatte der joggende Berufsschullehrer zusammen mit Trainingspartner Jan Stielow und seinem Bruder André (beide CJD Oberurff) seinem an Zerebralparese leidenden Schüler Tobias Rieger die Möglichkeit gegeben, teilzunehmen. 21 Kilometer schob er ihn in einem Reha-Buggy, ehe Rieger auf den letzten 100 Metern selbstständig die Ziellinie überquerte.

Im Vorfeld des Saisonhöhepunkts war beim Zimmersröder allerdings mehr Stress gegeben als sonst. Denn neben seinen Jobs als Studienrat in der Schule in Bad Arolsen und professioneller Triathlon-Trainer wurde er zum zweiten Mal Vater. Im Schwimmen sieht er sich dennoch in Form, das Radfahren war jedoch nur zeitweise möglich.

Ebenso wie Theresa Koch nutzt er das Angenehme mit dem Nützlichen. Grand Canyon, Las Vegas und Phoenix heißen drei Ziele für Marcel Krug nebst der Familie. „Da die WM auf der Mitteldistanz jedes Jahr zu einem anderen Standort wandert, verbinden wir diese Zeit prinzipiell mit einer Urlaubsreise.“ Womit ihm herzliche Unterstützung auf der Strecke in der Altersklasse M 35 Gewiss ist. (Fabian Seck)

Vorbildlich: Marcel Krug (l.) ermöglichte Tobias Rieger die Teilnahme am Kassel-Halbmarathon.
Vorbildlich: Marcel Krug (l.) ermöglichte Tobias Rieger die Teilnahme am Kassel-Halbmarathon. © Pia Malmus

Auch interessant

Kommentare