MSG Bebra verliert gegen HSG Jestädt/Grebendorf

Ein Stockwerk über Freund und Feind: Wenn Niklas Bläschke aus dem Rückraum abzog, klingelte es regelmäßig im Kasten der HSG Jestädt/Grebendorf. Ihm gelangen sieben Tore. Foto: Walger

Bebra. In der Handball-Bezirksliga A verliert die MSG Bebra das Gipfeltreffen gegen die HSG Jestädt/Grebendorf mit 31:34 (14:16).

Durch die Heimniederlage vor der stattlichen Kulisse von 200 Zuschauern rutscht die MSG auf den fünften Tabellenplatz ab.

Ins Spitzenspiel, das diesen Namen mit Fug und Recht verdiente, starteten beide Teams mit hohem Tempo. Die MSG verbuchte dabei schnell Vorteile. Mit ihrer 5:1-Deckung, in der Coach Alexander Fischer vorgezogen deckte, hatten die Gäste so ihre Probleme.

Nach zehn Minuten führte die MSG 6:5, vier Minuten später war sie auf 9:6 enteilt. Das lag auch an drei Glanzparaden ihres Keepers Danny Klöpfel, der seine Vorderleute so immer wieder in Ballbesitz brachte.

Allerdings musste sich die MSG jeden Treffer hart erarbeiten. Es war nicht leicht, an dem massiven Mittelblock der HSG vorbeizukommen. Als dies immer seltener gelang, steigerten sich die körperlich robusten Gäste im Angriff und kamen manchmal auch zu leicht zu ihren Treffern. Nach 24 Minuten jedenfalls hatten sie die Gastgeber eingeholt und zum 12:12 ausgeglichen. Mit dem 13:14 ging der Ligaprimus sogar erstmals in Führung (28.). Zwei ärgerliche technische Fehler ließen das Team von MSG-Spielertrainer Alexander Fischer bis zur Pause mit 14:16 ins Hintertreffen geraten.

Direkt nach dem Seitenwechsel biss die Flügelzange der Gäste mit zwei schnellen Toren zu (14:18, 33.). Diesem Rückstand liefen die Hausherren bis zum 18:22 (38.) hinterher. Zwei Treffer in Folge brachten sie auf 20:22 heran. Das 21:22 (43.) verpasste Fischer per Siebenmeter.

Vielleicht hätte der Anschlusstreffer die Gäste verunsichert. So aber zogen sie gegen die auf 6:0 umgestellte Abwehr der MSG Bebra/Lispenhausen ihr flüssiges und variables Kombinationsspiel auf und setzten sich auf 25:21 ab. In der 49. Minute stand für die HSG sogar ein 28:23 zu Buche.

Ein letztes Mal Hoffnung keimte bei der MSG auf, als André Rosenberger seine Mannschaft mit einem schönen Treffer zum 25:28 wieder auf drei Tore heranbrachte (52.). Doch dieses Polster rettete die HSG ins Ziel.

MSG-Coach Alexander Fischer, gemeinsam mit Niklas Bläschke erfolgreichster Werfer seines Teams, resümierte: „Wir haben die körperlich starken Angreifer nicht in den Griff bekommen. Wir haben dann von 5:1 auf 6:0-Deckung umgestellt, um Kräfte zu sparen, weil wir bei den robusten Angreifern immer mit zwei Mann verschieben mussten.“ Er machte aber noch einen weiteren Grund für die Niederlage aus: „Wir wollten wohl zu viel und waren dann nicht mehr locker genug.“

MSG Bebra/Lispenhausen: Klöpfel, Albrecht - Hieronymus (1), Riebold, Handke (4), Bläschke (7), Fischer (7/2), Rosenberger (3), Lehn, Mangold (3), Seese, Kleinert, Mackel, Schulz (6)

Schiedsrichter: Schulz (WHO)

Von Burghard Hauptmann

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