Trainer Axel Spandau sieht ESG leicht vorn

Prognose vor Derby zwischen MT Melsungen II und ESG Gensungen/Felsberg

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Neuer Melsunger Hoffnungsträger: Rückraumspieler Marian Seibert (am Ball). 

Wer ist der Favorit im Derby der Handball-Oberliga (Samstag 18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen) zwischen der MT Melsungen II und der ESG Gensungen/Felsberg?

Axel Spandau muss es wissen. Schließlich hat der Trainer mit der HSG Wettenberg sowohl gegen Gastgeber MT II (Sieg und Niederlage) wie auch gegen die ESG (Niederlage) schon gespielt. Trotz eines dezidierten Teamvergleichs fällt dem langjährigen Zweitliga-Spieler ein Ausblick schwer, hält er sich bei seiner Prognose pro Gensungen angesichts solch‘ brisanter Duelle ein Hintertürchen offen.

Tor

Von vier Torhütern bleiben bei der MT II wohl nur zwei übrig. Rückkehrer Fabian Meyfarth, der der Melsunger Abwehr viel Halt gegeben hat, fehlt (nach eigener Ankündigung) berufsbedingt, Daniel Kocsic hat nach überstandenen Außenbandriss erst diese Woche mit dem Training begonnen. Also wird Trainer Sviridenko wohl auf sein A-Jugend-Duo Eggert/Herbst bauen (müssen). Denen attestiert Spandau eine „hervorragende Grundausbildung“, doch an Gensungens Nummer eins, Marc Lauterbach, reichen sie für ihn nicht heran. Zumal dieser in der laufenden Saison auf konstant hohem Niveau hält. Vorteil Gensungen

Außen

Spandau hält die Melsunger Nino Jedinak (l.) und Vlad-Alexandru Avram für „durchaus steigerungsfähig“, während auf ESG-Seite Jan Hendrik Otto „sehr zuverlässig trifft“ und in die Rolle seines Vorgängers Jan Hendrik Walther hineinwächst. Auf links kann Jan Pollmer seine Erfahrung und Heinrich Wachs seine Durchschlagskraft in die Waagschale werfen. Kleiner Vorteil Gensungen

Rückraum

Hier ist die MT mit der Rückkehr von Regisseur Gisbrecht und Neuzugang Seibert („Der hat einen Mordswurf und ist kaum auszurechnen“) wesentlich breiter als zuvor aufgestellt. Dazu kommen mit Merlin Kothe und Max Pregler zwei Spieler, „die ein Spiel allein entscheiden können“. Gensungen kann auf zwei torgefährliche Spielmacher (Hütt, Schmidt), „Universalwaffe Wachs“ sowie einem sich stetig steigernden Feuring zurückgreifen, während Franco Rossel beruflich verhindert ist. Kleiner Vorteil Melsungen

Kreisläufer

Die jungen Christian und Julian Damm zeigen laut Spandau schon „richtig gute Ansätze“, während Maik Gerhold, der im letzten Spiel ein furioses Comeback feierte, durch Kochs Verletzung auf sich allein gestellt ist. Ausgeglichen

Abwehr:

Die Gegentorbilanz - MT 546, ESG 466 - spricht für die Gäste. Auch, dass die Melsunger 6:0-Abwehr für Spandau bisweilen „zu defensiv und nicht aggressiv genug“ agiert. Doch das lässt sich gerade in solch‘ einem Spiel durchaus ändern. Bei Gensungen stellt sich für ihn die Frage, ob die Mannschaft Christoph Koch im Mittelblock ersetzen kann. Eine 5:1-Deckung entpuppte sich zuletzt als schlechte Alternative. Ausgeglichen

Angriff:

Bei den erzielten Treffern (500:517) liegen die Kontrahenten näher beieinander, was laut Spandau auch dem jüngsten Melsunger Aufwärtstrend besonders im Zusammenspiel geschuldet ist. Gensungen konnte nach zwei Niederlagen gegen Büttelborn (38:26) den Schalter wieder umlegen. Besonders im Angriff dank eines dynamischen und effektiven Umschaltspiels. Ausgeglichen

Trainer

Laut Spandau besticht Melsungens Georgi Sviridenko durch sein „absolutes Fachwissen“ und die individuelle Schulung seiner Spieler. ESG-Coach Arnd Kauffeld, „der die Klasse in- und auswendig kennt“, sieht er eher als „konzeptionellen Trainer“. Ausgeglichen

 Prognose

„Wenn in dieser Partie alles normal läuft, gewinnt Gensungen/Felsberg mit 27:25“, sagt Spandau. Allerdings: Sollten insbesondere Max Pregler und Merlin Kothe zur Höchstform auflaufen, ist für den erfahrenen Handball-Lehrer auch ein 31:29 für Gastgeber Melsungen drin.

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