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Quartett statt Sextett auch bei Männerteams wahrscheinlich

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Thomas Riedemann
Thomas Riedemann © Richard Kasiewicz

Das Vorhaben polarisiert: Künftig sollen landesweit im Tischtennis alle Sechser- durch Vierer-Mannschaften ersetzt werden. Was in den Damen-Ligen schon lange bewährte Praxis ist. Der Hessische Tischtennis-Verband (HTTV) arbeitet nun daran, ein einheitliches Spielsystem in den Spielklassen zu etablieren.

Schwalm-Eder - „Es wird wohl so kommen, aber für unsere junge Verbandsliga-Mannschaft wäre es besser, wenn wir weiter wie bisher spielen könnten“, sagt Thomas Riedemann, der Abteilungsleiter des TSV Röhrenfurth. Hingegen ist Eintracht Felsbergs Mannschaftskapitän Dirk Heimel Befürworter einer Reform: „Die Klassen würden leistungsstärker werden, allerdings wird es dann schwieriger, den Nachwuchs zu integrieren.“

Mit der Vereinheitlichung soll die Anzahl der Spielsysteme reduziert werden. Zudem besteht die Hoffnung, neue Spieler für den Tischtennissport zu begeistern. Auch diejenigen, die sich von der schwer planbaren Dauer eines Sechser-Mannschaftsspiels, die zwischen zwei bis fünf Stunden liegen kann, abschrecken lassen. Zudem sind die Auswärtsfahrten mit nur einem PKW kostengünstiger.

Doch das aktuelle System bietet auch Vorteile. „Das Teamgefüge ist mit sechs Spielern besser“, meint Routinier Peter Beck, der beim TSV Besse in der Oberliga und in der Bezirksoberliga beide Systeme kennt. Und warnt: „Es besteht die Gefahr, dass Spieler, die jetzt an den Positionen fünf und sechs nominiert spielen, dann den Verein wechseln.“

Was der Spielausschuss des Verbandes im Blick hat. Er will in der nächsten HTTV-Beiratssitzung, die für März geplant ist, folgende Anträge einbringen: Herren-Mannschaften auf Verbandsebene (Hessen- und Verbandsligen) sollen ab der Saison 2023/24 im Bundessystem (4er-Teams) spielen. Und Vereine, die mit mehr als einer Mannschaft auf Verbandsebene spielen, sollen ein Sonderstartrecht für eine zusätzliches Team erhalten.

Damit könnten deren Akteure weiterhin auf Verbandsebene spielen. Was die Felsberger ins Nachdenken bringt. „ Wir sind als Hessen- und Verbandsligist einer von drei Vereinen in Hessen, die dann auf Verbandsebene eine zusätzliche Mannschaften stellen dürften“, erklärt Heimel. Ob die Edertaler dass dann auch machen? „Das ist offen mit Tendenz zum Nein.“

Auf der Bezirksebene soll später, eventuell zur Saison 2024/25 und ebenfalls mit Sonderstartrecht-Regelungen, auf das Bundessystem umgestellt werden. Vereine, die mit zwei oder drei Teams auf Bezirksebene spielen, winkt ein weiterer Startplatz in der Bezirksklasse, darüber hinaus sogar noch ein zweiter. (von Reinhold Döring)

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