Landesliga: Sperl-Sieben sichert sich mit 34:22-Erfolg in Großenlüder die Meisterschaft

MT rauscht in die Oberliga

Initialzündung: Nach dem hier bejubelten 40:40-Remis gegen den TSV Korbach verlor das Team von Coach Andre Sperl kein Spiel mehr. Mit dem 34:22-Erfolg bei der MSG Hainzell/Großenlüder sicherten sich die Melsunger am letzen Spieltag den Aufstieg. Foto: Hahn/nh

Melsungen. „Ich hatte keine Zweifel“ sagte MT-Coach Andre Sperl nach der Partie. Und spätestens als MT-Torjäger Merlin Kothe zum 14:25 (41.) traf, waren auch unter den rund 50 mitgereisten Melsunger Fans die letzten Bedenken weggewischt. „Nie mehr Landesliga“, sangen die MT-Anhänger nach dem souveränen 34:22 (18:11)-Erfolg bei der MSG Hainzell/Großenlüder, mit dem sich Bartenwetzer die Meisterschaft in der Handball-Landesliga und damit den Aufstieg in die Oberliga sicherten.

Nur am Anfang konnten die Mittelhessen die Partie offen gestalten. „Da waren wir etwas nervös“, gestand MT-Trainer Sperl. Beide Seiten leisteten sich mehrere technische Fehler, doch Torwart Fabian Meyfarth erwies sich bereits früh als sicherer Rückhalt. Zudem überzeugte die Melsunger 5:1-Defensive mit Alexander Bärthel als Vorgezogenen. Nur selten ließ die MT-Abwehr die wurfgewaltigen Brüder Benedikt und Lukas Dimmerling im MSG-Rückraum die Möglichkeit zum Torwurf. Weitgehend abgemeldet war MT-Torjäger Mario Schanze, den die Gastgeber mit einer Manndeckung ausbremsten.

Bis zum 5:5 (10.) verlief die Partie ausgeglichen - wobei die Gastgeber vor allem mit Kreisläufer Petr Hruby Probleme hatten - dann taute Janis Kothe im MT-Rückraum auf. Und als Mark Petersen einen Ballverlust der Mittelhessen zum 9:6 (14.) verwertete, hatte die MT sich erstmals etwas abgesetzt.

Hainzell/Großenlüder steckte nicht auf und hatte beim 11:12 durch Lukas Dimmerling den Anschluss geschafft. Doch nun drehte der MT-Express auf. Merlin Kothe und Petersen (2) brachten ihr Team wieder mit 15:11 in Führung. Dann kassierten die Hausherren zwei Zeitstrafen gegen Benedikt Dimmerling und MSG-Spielertrainer Janos Zinn, was die Bartenwetzer binnen zwei Minuten über Merlin Kothe, Hruby und Petersen zur 18:11-Pausenführung nutzten.

Entscheidung nach der Pause

Angetrieben von Merlin Kothe zogen die Gäste auch nach Wiederanpfiff über 20:11 (33.) vorentscheidend auf 23:13 (39.) davon. Der Rest war Schaulaufen für die Bundesliga-Reserve, bei der in der Schlussviertelstunde alle Akteure zum Einsatz kamen.

„Wir haben heute eine starke Abwehr gespielt, die sich in der zweiten Halbzeit noch einmal gesteigert hat“, lobte MT-Coach Sperl seine Defensivreihe. Und: „Zudem hat Fabi gleich nach der Pause ein paar wichtige Dinger gehalten und wir sind zu unserem Tempospiel gekommen und konnten davonziehen.“

Deutlich wurde auch in der letzten Partie, dass die Sperl-Sieben zu einem echten Team zusammengewachsen ist und nicht mehr nur von der individuellen Qualität von Torjäger Schanze und Kreisläufer Hruby abhängig ist.

MT Melsungen II: Meyfarth (1.-52., 13 Paraden/19 Gegentore), Gröning (51.-60., 2/3), Dick - Hruby 4, Dietrich 1, Bärthel 1, Schanze 3/2, Rohde, M. Kothe 7, J. Kothe 7, Lanatowitz 1, Petersen 6, Kienast 2, Ploch 2, Pitz. Siebenmeter: 4/6:2/3. Zeitstrafen: 6:2 Minuten.

Von Marcel Glaser

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