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Redebedarf am Reiherwald: TSV Wabern ergibt sich CSC 03 Kassel kampflos

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Von: Sebastian Schmidt

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Sinnbild: Dennis Neumann und der TSV Wabern stehen in der Verbandsliga im Regen.
Sinnbild: Dennis Neumann und der TSV Wabern stehen in der Verbandsliga im Regen. © Pressebilder Hahn

Es herrscht Redebedarf bei den Fußballern des TSV Wabern. Erheblicher sogar. Nicht, weil es eine Schande wäre, als Aufsteiger und Tabellenletzter in der Verbandsliga gegen den top besetzten CSC 03 Kassel mit 0:3 (0:2) zu verlieren.

Wabern – Sondern vielmehr, weil die Haltung als Mannschaft der Klasse derzeit nicht angemessen ist. „Jetzt muss auch der Letzte bei uns kapiert haben, dass wir uns so nicht präsentieren dürfen. Wir haben uns lange genug die Leistungen schön geredet“, gab denn auch TSV-Urgestein und Kapitän Fabian Korell unumwunden zu. Auch bemühte er sich erst gar nicht dem „Alibi“ der unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten in der Spielklasse. Drum ist am Dienstag im Training Tacheles angesagt. Geht es darum intern zu hinterfragen, wer welche Rolle in der Mannschaft einnimmt, wie er ihr (auch die Verletzten) helfen kann und ob der hart arbeitete Aufstieg derart wehrlos in den Abstieg münden muss.

Zwei frühe Chancen vergeben

Gegen CSC 03 hatte Wabern nur zwei Chancen. Zwei Möglichkeiten, dem ungleichen Spiel eine andere Richtung zu geben. Dennis Neumann hätte es richten können. Weil der Angreifer erst hervorragend von Korell in Schusspositionen gebracht wurde (3.) und dann eine Flanke von Niklas Müller ebenso zu einem Tor hätten nutzen können (5.). Allein, es blieb beim Konjunktiv.

Von Minute zu Minute wurden die Gäste dominanter. Zeigten, dass ihnen auf fast jeder Position höherklassig erprobte Qualität zur Verfügung steht. Sehenswert ging Kassel in Führung. Einen Diagonalball nahm Toni Lecke gekonnt an und brachte eine Maßflanke zu Jaroslaw Matys, der keine Mühe hatte, flach einzuschieben (11.). Pascal Itter mit einem Volley (32.) und der doppelte Matys, der doppelt an Torhüter Kim Sippel scheiterte (35.), hätten erhöhen können. Und es wäre auch beim 1:0 zur Pause geblieben, wenn nicht Luca Wendel ein leichtfertiges Foulspiel unterlaufen wäre. Lecke war’s egal: 2:0 per Strafstoß (45.).

Freundschaftsspielcharakter nach 3:0

Wer da noch Hoffnung auf eine mögliche Wende zugunsten Waberns hatte, wurde 75 Sekunden nach dem Wechsel eines Besseren belehrt. Erst wurde ein Foul an Korell nicht geahndet. Denn ließen sich dessen Mitspieler überrumpeln. Ein Antritt von Routinier Schrader, der für den KSV Baunatal bis zur Regionalliga stürmte, reichte aus. Dessen kluge Vorarbeit veredelte Matys zum 3:0 (47.). Der Rest? Hatte fast schon Freundschaftsspielcharakter.

„Wir standen gut in der Ordnung und waren ziemlich souverän. Hoffentlich haben wir jetzt die Kurve gekriegt“, sagte CSC-Coach Lothar Alexi. Merklich erleichtert nach dem zweiten Sieg in Serie. Der Spuren hinterließ in Wabern, über die sie am Dienstag reden werden. (Sebastian Schmidt)

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