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Rohdes Traumtor reicht für einen Punkt: Wabern zeigt auch in Hessisch Lichtenau Moral

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Von: Sebastian Schmidt

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Dynamisch: Lichtenaus Ture Ott (rotes Trikot) setzt sich hier in Szene und behauptet sich vor den Wabernern (v.l.) Lennart Klinge, Niklas Müller und Luca Wendel.
Dynamisch: Lichtenaus Ture Ott (rotes Trikot) setzt sich hier in Szene und behauptet sich vor den Wabernern (v.l.) Lennart Klinge, Niklas Müller und Luca Wendel. © Moritz Ziegler

Die Fußballer des TSV Wabern haben ihren Lauf fortgesetzt. Und sind zum fünften Mal in Folge ungeschlagen geblieben. Nach einer Achterbahnfahrt beim Lichtenauer FV, die der vor einer Woche gegen Willingen glich. Denn erneut hieß es aus Sicht des TSV: 1:0, 1:1, 1:2 und 2:2. Ein Remis, mit dem die Gäste diesmal aber besser leben konnten.

Hessisch Lichtenau – Das lag zum einen daran, dass die Reiherwalder spielerisch (vor allem nach der Pause) mehr Akzente setzen konnten. Zum anderen aber daran, dass sie kurzfristig zwei herbe Ausfälle zu verkraften hatten. Torjäger Fabian Korell musste mit Fieber passen, Innenverteidiger Florian Amert durfte aussetzen, weil er Vater geworden ist.

Für das erste Glücksgefühl sorgte Martin Mühlberger. Perfekt in Szene gesetzt von Patrick Herpe an dessen 30. Geburtstag enteilte der Rechtsaußen erst Lichtenaus Innenverteidigern, überlief dann Torwart Gheorgi Bantis und veredelte den Angriff aus spitzem Winkel (20.). Fünf Minuten schien es, als würde die Führung Wabern im Duell zweier formstarker Mannschaften Sicherheit geben.

Zwei Treffer in sieben Minuten

Doch weit gefehlt. Der LFV spielte sich auf links durch, Sergiu Fondos fand Maxim Antoniuc, der mit einem satten Linksschuss auf 1:1 stellte (26.). Ein Treffer, der Wirkung zeigte. Nur einen ruhenden Ball später drehte Lichtenau das Spiel. Eine kurz ausgeführte Ecke brachte Arcadie Rusu in den Strafraum, wo der Ex-Melsunger Marvin Urban als aufgerückter Innenverteidiger goldrichtig stand, um per Kopf mit seinem ersten Saisontor das 2:1 zu erzielen (32.). Das wurmte besonders Luca Wendel, der von 2015 bis 2019 zusammen mit Urban in der Jugend des KSV Hessen spielte. „Wir waren in dieser Phase nicht aufmerksam genug. Aber dann haben wir uns in einem intensiven Spiel gesteigert und erneut Moral bewiesen“, lobte der 22-Jährige, der erstmals in der Verbandsliga die Kapitänsbinde trug.

Ein weiterer Wachmacher war ein Schubser von Fondos, der Herpe über die Bande beförderte (38.). Ab da war Stimmung in der Bude. Besser gesagt, auch neben der Bande. „Dadurch haben wir uns auch auf dem Platz wieder mehr gepusht. Das hat uns gutgetan“, erklärte Marius Rohde. Und ließ es am Ehrentag seines Cousins krachen. Mit einem Traumtor, noch schöner als der Treffer vor einer Woche gegen Willingen. Der 22-Jährige nahm einen Querpass von Jan Luca Schmeer elegant auf und traf den Ball aus 22 Metern derart perfekt, dass ihn kein Rückhalt der Spielklasse zu fassen bekommen hätte (57.).

Bantis verhindert Auswärtssieg

Womit Wabern Oberwasser bekam, sich gegen die LFV-Abwehr um Ebewa-Yam Mimbala indes nur noch zwei Chancen erarbeitete. In Gleichzahl, als der Ex-Schwalmstädter Alexander Dietz einen Kopfball von Lennart Klinge von der Linie kratzte (80.). Und in Überzahl nach Gelb-Rot beim Kurzauftritt von Eduard Grosu nach einem Disput mit Herpe (82.). Da hätte Niklas Müller wie schon beim 2:1 in Kleinalmerode zum Waberner Helden werden können, fand jedoch nach einer bravourösen Tat im rumänischen Ballfänger Bantis seinen Meister (90.+4). (Sebastian Schmidt)

Die Statistik:

Lichtenauer FV - TSV Wabern 2:2 (2:1).

Lichtenau: Bantis - Dietz, Mimbala, Urban, Schneider - Rusu (89. Venema), Fondos (65. Grosu), Orschel, Antoniuc (87. Gossmann), Ott - Tadeis Gambetta.

Wabern: Elgaz - Kördel, Klinge, Wendel, Bergmann - Herdt - Mühlberger, Schmeer, Rohde, Müller - Herpe (88. Neumann).

SR: Aziz Haj Nasr (Kassel). Z: 150.

Tore: 0:1 Martin Mühlberger (20.), 1:1 Maxim Antoniuc (26.), 2:1 Marvin Urban (32.), 2:2 Marius Rohde (57.).

Gelb-Rot: Eduard Grosu (82.).

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