Verbandsliga

Rückschlag im Abstiegskampf für Aufsteiger Gudensberg

Elfmeter sicher verwandelt: Carlos Rohmann, der allerdings im Gudensberger Mittelfeld nicht die erhofften Akzente setzen konnte.
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Elfmeter sicher verwandelt: Carlos Rohmann, der allerdings im Gudensberger Mittelfeld nicht die erhofften Akzente setzen konnte.

Zuhause hakt‘s weiter bei der FSG Gudensberg. Und das war für den Verbandsliga-Aufsteiger gegen die SG Ehrenberg besonders ärgerlich. Denn statt einen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf vorerst abzuhängen, beendete dieser mit einem 2:1 (2:1)-Auswärtserfolg seine Talfahrt, während die Fröhlich-Schützlinge weiter auf ihren ersten Erfolg im Weinbergstadion warten.

Gudensberg - Dabei hatte es aus Sicht der Gastgeber vortrefflich begonnen. Nach 17 Minuten ahndete Schiedsrichter Dücker ein Handspiel von Sven Kemmerzell im SGE-Strafraum mit Strafstoß und diese Chance ließ sich Carlos Rohmann nicht entgehen - 1:0. „Danach wurden wir fahrlässig und nachlässig“, erklärte FSG-Trainer Fröhlich den eigentlich unerklärlichen Leistungsabfall seiner Mannschaft, die sich von einem alles andere als angeschlagenen Gegner den Schneid abkaufen ließ.

Mit Gudensberger Mitteln. Das frühe und immer mutigere Anlaufen der Gäste behagte den Gastgebern überhaupt nicht, die im Aufbauspiel teilweise haarsträubende Schwächen verrieten. Die Folge: Ehrenberger Dauerdruck und das 1:1 durch Marius Bublitz, der nach Becks Freistoß und Schäfers Kopfballverlängerung zur Stelle war (33.).

FSG nach Führung nachlässig

Jetzt hatten die Gäste, so der Torschütze, „richtig Bock“ auf den ersten Dreier nach vier Niederlagen bekommen. Und die Schwachstellen in der FSG-Abwehr ausgemacht. Kamen mit Tempo über außen, wo besonders Bastian Stumpf nicht zu halten war und Gegenspieler Tim Prüfer ein ums andere Mal überlief. Niklas Diel wirbelte hinter seinen Spitzen und bereitete das 1:2 wiederum durch Torjäger Bublitz (44.) vor. „Wir haben unsere Griffigkeit verloren“, haderte Andre Fröhlich mit seiner Defensivabteilung.

Die Situation war verfahren - und blieb es auch nach dem Wechsel. Zwar stellte Ehrenberg nach etwa einer Stunde sein laufintensives Pressing ein, rührte aber dafür hinter der Mittellinie Beton an. Das verschaffte den Gudensbergern ein (leichtes) optisches Übergewicht, aufgrund zahlreicher Fehlpässe aber verbunden mit einer steten Kontergefahr.

So mündeten deren Angriffsbemühungen in ein fruchtloses Anrennen, bei dem Torwart Voll nicht ein einziges Mal eingreifen musste. Blieb den treuen Fans die Frage: Rutscht wie gegen Sand in der Schlussphase doch noch ein Ball durch? Die Antwort: Nein. Und selbst die Brechstange als letztes Mittel kam gegen den läuferisch und spielerisch überlegenen Gast nicht zum Einsatz.

Entsprechend enttäuscht sprach der FSG-Coach von „einem Rückschlag, der uns nicht umwerfen wird“. Immerhin beschert der Corona bedingte Spielausfall in Bad Soden dem Neuling nach vier englischen Wochen zehn Tage Spielpause. Genug, um sich besonders mental wieder aufzuladen.

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