Hessenliga: Schwalmstadt liefert Bayern Alzenau beim 0:1 einen großen Kampf

Saison endet mit Niederlage

Abschied aus der Hessenliga: Christoph Keim bekommt von seiner Mannschaft Geschenke überreicht Foto: Hahn

Schwalmstadt. Emotional wurde es vor dem Anpfiff bei den Fußballern vom Hessenligisten 1. FC Schwalmstadt gegen Bayern Alzenau. Der scheidende Trainer Christoph Keim bekam von seiner Mannschaft Blumen und ein riesiges Bild mit den schönsten Moment aus seiner dreijährigen Trainertätigkeit überreicht.

Die Mannschaft bedankte sich so vor dem Spiel bei ihrem Coach, der ihr auch während der Horrorsaison in der Hessenliga (ein Sieg, 28 Niederlagen) die Treue hielt. „Darüber habe ich mich riesig gefreut. Es sind ganz tolle Jungs“, sagte Keim nach dem Spiel. Ungewöhnlich: Ein Vorstandsvertreter war bei der Verabschiedung des verdienten Trainers, der die Mannschaft in die Hessenliga geführt hatte, nicht zugegen. „Darüber habe ich mich schon gewundert“, sagte Keim, der bislang noch nicht vom Vorstand verabschiedet wurde.

Ein weniger trauriges Bild zeigte die Mannschaft auf dem Platz. Die Gäste, die vor dem Spiel noch eine Minimalchance auf die Relegation hatten, waren natürlich das technisch bessere Team, ebenso zweikampfstärker und trickreicher. Aber: Der 1. FC stellte in vorbildlicher Manier seinen Kampfgeist dagegen. Und hatte Chancen!

Wie in der 28. Minute, als Alzenaus Torhüter einen Freistoß von Jan Henrik Wolf zur Ecke klären konnte. Alzenau hatte auch ein paar gute Möglichkeiten, doch fehlte es dort an der Entschlossenheit, die nur auf Seiten des Gastgebers zu finden war. So ging es leistungsgerecht mit einem 0:0 in die Pause.

Dann überschlugen sich die Ereignisse. Schiedsrichter Sebastian Klein aus Amöneburg entglitt die Partie völlig. Zunehmend kleinlicher pfiff er vor allem gegen die Schwalmstädter und leistete sich Fehlentscheidungen. In der 59. Minute war der eingewechselte Noah Michel in Richtung Tor unterwegs und wurde schließlich von Kapitän Steffen Bräutigam im Strafraum zu Fall gebracht. „Ich habe ihn schon gefoult, auch wenn er vorher selbst gezogen hat. Aber wenn der Schiedsrichter schon Elfmeter gibt, muss er mir auch die Rote Karte geben“, erklärte Bräutigam.

Den Strafstoß hielt der gut aufgelegte Alessandro Seck. Nur sieben Minuten später flog Kevin Kutzner nach wiederholtem Foulspiel vom Platz. „Das war wohl eine Konzessionsentscheidung. Der Schiedsrichter hat konfus gepfiffen“, sagte auch Alzenaus Trainer Jochen Seitz.

Tor fällt in Schlussphase

In der Schlussphase flog dann auch noch Timo Brauroth vom Platz, doch den Gästen wollte das Tor nicht gelingen. Zu diesem Zeitpunkt hätten die Unterfranken mit einem Sieg sogar den Relegationsplatz erreicht (Konkurrent Lehnerz gelang erst in der Nachspielzeit der Ausgleich).

Es dauerte noch bis zur 88. Minute, bis die Gäste jubeln durften. „Wenn er den Ball doch wenigstens aus 20 Metern in den Winkel haut“, sagte Keim. Doch Torschütze Dähn nutzte ein Tohuwabohu in der Schwälmer Hintermannschaft nach einer Ecke aus. Damit war auch das letzte Saisonspiel des 1. FC in der Hessenliga verloren.

Von Daniel Schneider

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