Verbandsliga:

SC Willingen kommt mit Rückenwind zur FSG Gudensberg

Steht vor seinem dritten Verbandsliga-Einsatz: Torwart Maurice Sauer, der mit Gudensberg gegen Willingen einen erstarken Gegner erwartet.
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Steht vor seinem dritten Verbandsliga-Einsatz: Torwart Maurice Sauer, der mit Gudensberg gegen Willingen einen erstarken Gegner erwartet.

Kantersiege sind mitunter trügerisch. Etwa, wenn der jeweilige Gegner schlichtweg zu schwach war und sich die eigene Mannschaft im Rausch des Resultats verführen lässt, im kommenden Spiel weniger zu leisten. Oder auch, wenn anschließend Säulen in der Startelf wegbrechen, die es ungleich schwerer machen, den Erfolg zu bestätigen.

Gudensberg –Die Fußballer der FSG Gudensberg und die des SC Willingen können davon vor dem eminent wichtigen Kellerduell der Verbandsliga (Sa. 16 Uhr) ein Liedchen singen. Gudensbergs einziger Saisonsieg fiel mit 6:1 gegen den FSV Thalau nämlich deutlich aus. Doch weil danach zwei Unentschieden (1:1 in Eichenzell, 2:2 gegen Johannesberg) sowie zwei Niederlagen (0:2 gegen Sand, 0:1 in Ehrenberg) folgten, verharrt der Aufsteiger von 2020 weiter im Tabellenkeller.

Auch weil die personelle Situation angespannt bleibt und Trainer Andre Fröhlich bei jedem Anruf befürchten muss, dass ihm ein wichtiger Spieler absagen muss. Aktuelles Beispiel ist Defensivspezialist Christian Dobler-Eggers, der erkältet auszufallen droht. Das wäre doppelt bitter, weil der Routinier sowohl im zentralen Mittelfeld, wo weiterhin Urlauber Carlos Rohmann fehlt, als auch in der Abwehrkette, wo ein Nebenmann für Julian Lauterbach und Tim Prüfer gesucht wird, wirken kann.

Romel und Illian sollen kreativ sein

Keine Option für Samstag sind Torwart Tom Stieghorst (erkrankt), für den Maurice Sauer spielen wird, und Noah Jäger (Verdacht auf Meniskusverletzung), der am Freitag einen MRT-Termin hat. Immerhin: Can Rommel ist fit für die Startelf, um gemeinsam mit dem formstarken Lukas Illian für Kreativität zu sorgen, Angreifer Nico Döring steht wieder beschwerdefrei im Mannschaftstraining, und der reaktivierte Daniel Frank könnte helfen. „Wir müssen uns wieder mehr wehren und dürfen den Gegner nicht ins Spielen kommen lassen“, betont Fröhlich.

Dessen Gegenüber Dardan Kodra fiel am vergangenen Wochenende ein Stein vom Herzen. „Es war fünf vor zwölf für einen Dreier“, sagt der SCW-Coach. Der frisch gebackene DFB-Elite-Lizenz-Inhaber durfte sich beim 6:0 gegen Johannesberg über fünf Treffer seiner Angreifer Jonathan Vach (2), Florian Heine (2) und Sebastian Butz freuen. Heine ist neben Spielmacher Jan Henrik Vogel einer der wenigen verbliebenen Routiniers. Durchaus wahrscheinlich, dass in Gudensberg erneut sechs U 21-Spieler in der Startelf stehen werden. Belege eines Umbruchs, der 2020 eingeleitet wurde und längst nicht abgeschlossen ist.

Willingen hat die Balance gefunden

„Ich hoffe, wir sind jetzt aus dem Gröbsten raus. Wir wollten anfangs mit dem Kopf durch die Wand und mussten erst noch die Balance zwischen Abwehr und Angriff finden“, erklärt Kodra. Froh darüber, dass er nach dem 6:0 „nur“ Außenverteidiger Eric Kroll (Muskelfaserriss) ersetzen muss. Und mit Abwehr-Talent Tom Friedrich und Mittelfeld-Abräumer Matthias Bott (nach Urlaub) zwei Stammkräfte wieder an Bord hat. Verbunden mit der Hoffnung, beim „angeschlagenen Boxer“ (Zitat Kodra) FSG nachzulegen. Um es nach dem zweiten Kantersieg besser zu machen als nach dem ersten. Denn dem 4:0 in Hombressen folgten drei sieglose Spiele. Weswegen die Upländer und ihr 29-jähriger Trainer tabellarisch auf Augenhöhe anreisen. (Sebastian Schmidt)

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