Tischtennis-Oberliga

Pleite gegen Schlusslicht: TSV Besse verliert gegen TTC Nieder-Roden

Edermünde. Am Schlusslicht die Finger verbrannt: Der TSV Besse musste gegen den TTC Nieder-Roden eine extrem bittere 5:9-Heimniederlage einstecken, die den Tischtennis-Oberligisten tief in den Abstiegssog zieht.

Vorentscheidend war der völlig missglückte Auftakt. Das TSV-Sextett verlor alle drei Eingangsdoppel, und alle äußerst knapp im fünften Satz: Wasik/Baron mit 8:11 im Duell der Top-Akteure gegen Hock/Morkramer, Pfaff/ Kaszuba nach beeindruckender Partie mit 9:11 gegen Walenzyk/Ipekdag und Beck/Bierwirth mit 9:11 gegen Özer/Mihmat. „Das darf nicht wahr sein,“ konnte Teamchef Manfred Pfaff den schnellen 0:3-Rückstand kaum fassen. Doch es sollte noch schlimmer kommen, denn von den ersten vier Einzeln gewann nur Michal Baron sein Duell gegen Harun Morkramer mit 3:1-Sätzen.

Aber es war auch viel Pech im Spiel. Die unverdrossen kämpfenden Petr Wasik (2:3 gegen Hock) und Mateusz Kaszuba (2:3 gegen Walenzyk) führten jeweils mit 9:7 im Entscheidungssatz, um dann mit 9:11 und 13:15 zu verlieren. Nur Florian Bierwirth unterlag in drei Sätzen gegen den routinierten Mehmet Mihmat.

Manfred Pfaff

Angesichts des deprimierenden 1:6-Zwischenstandes an der Anzeigentafel schien die Lage für die Gastgeber aussichtslos. Dennoch setzte der TSV im unteren Paarkreuz mit den Siegen von Sebastian Pfaff (3:2 gegen Ipekdag) und von Peter Beck (3:0 gegen Özer) zu einer Aufholjagd an. Die zunächst mit der Fünfsatz-Niederlage von Baron gegen Markus Hock ins Stocken geriet. Dieser Rückschlag hätte nicht sein müssen, denn der Tscheche dominierte die beiden Auftaktsätze mit 11:7 und 11:9, knickte dann jedoch mit 4:11, 9:11 und 8:11 gegen den starken Defensivstrategen ein. Sein Landsmann Petr Wasik hingegen, der sich deutlich verbessert vorstellte, rang Harun Morkramer mit 3:2 (13:11 im 5. Satz) nieder. Als dann auch Mateusz Kaszuba einen 3:1-Erfolg gegen Mihmat nachlegte, war der Rückstand auf 5:7 geschmolzen. Auch nach Florian Bierwirths Dreisatz-Niederlage gegen David Walenzyk lag noch eine Chance auf das Remis in der Luft.

Endgültig in die Knie gingen die Besser, als Sebastian Pfaff gegen Tuncer Özer bei 10:7-Führung im entscheidenden Satz drei Matchbälle liegen ließ und mit 13:15 seinem Kontrahenten gratulieren musste. Während die Südhessen ihren zweiten Saisonsieg ausgelassen bejubelten, war die Stimmung beim Gastgeber im Keller. Manfred Pfaff: „Ein Schlag ins Kontor. Jetzt wird es äußerst schwierig die Klasse zu halten.“ Foto: Kasiewicz/nh

Von Reinhold Döring

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