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Schlitzohr Schwaab und tolle Tore beim 4:0 des TuS Viktoria Großenenglis

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Von: Sebastian Schmidt

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Zum mit der Zunge schnalzen: Kapitänin Carina Jäger (am Ball vor Sophie Reifschneider) und Großenenglis hatten alles im Griff gegen Mittelbuchen.
Zum mit der Zunge schnalzen: Kapitänin Carina Jäger (am Ball vor Sophie Reifschneider) und Großenenglis hatten alles im Griff gegen Mittelbuchen. © Artur Schöneburg

Das hätte kaum besser laufen können: Die Fußballerinnen des TuS Viktoria Großenenglis wollten auf die 0:3-Niederlage im Derby in Kassel eine Reaktion zeigen. Das ist ihnen eindrucksvoll durch einen 4:0 (3:0)-Sieg über den 1. FC Mittelbuchen gelungen.

Großenenglis – Womit das Team von Trainer Dirk Langhans in der Tabelle der Hessenliga auf den zweiten Platz geklettert ist. Vorbei auch wieder am KSV Hessen. „Die Mannschaft war von der ersten Minute an voll da und hat sich in jeden Zweikampf reingebissen. Wir hätten sogar noch höher gewinnen können“, frohlockte Langhans und strahlte mit seinen Spielerinnen um die Wette. Die hatten schnell erkannt, dass der Gegner im Aufbau zu knacken ist. Mittelbuchen wollte alles spielerisch lösen. Lange Bälle gab es nicht. Großenenglis lauerte geschickt und war in den ersten 20 Minuten dicht dran an der frühen Führung.

Pech hatte zunächst Lea Unzicker, deren Kopfball nach einer Ecke von Julia Faupel von Lea Gröb von der Linie gekratzt wurde (14.). Lange hadern musste indes niemand bei den Gastgeberinnen. Denn Jana Schwaab bewies Kaltschnäuzigkeit. Einen zu kurzen Pass der Südhessinnen nahm sie volley und überwand aus 35 Metern die verdutzte FC-Torfrau Anna Hiesberger (21.). „So Dinger muss man sich einfach mal nehmen“, erklärte Schlitzohr Schwaab. Und lobte das immer besser werdende Zusammenspiel mit den neuen stürmischen Hoffnungsträgerinnen Leticia Pfaff und Marie Tielmann.

Erstes Tor für Pfaff

Nach dem Dosenöffner zum 1:0 verzückte die Viktoria ihre Zuschauer mit zwei weiteren Traumtoren bis zur Pause. Erst eroberte Nikola Körbel den Ball, schickte Carina Jäger auf die Reise, die sich mit ihren Mitspielerinnen durchkombinierte und das nötige Auge hatte für Faupel, die nur noch zum 2:0 über die Linie drücken musste (25.). Ebenso sehenswert schoss Pfaff ihr erstes Hessenliga-Tor. Die Nummer elf nutzte einen geschickten Querpass von Lena Eckhardt zu einem satten Linksschuss in den Winkel zum 3:0 (34.).

Spätestens damit war der Widerstand der Gäste gebrochen. Dennoch drängte Großenenglis auf ein viertes Tor. Und da die emsige Faupel eine feine Vorarbeit Pfaffs nicht verwertete (50.) und ihre Flanke auf der Latte landete (53.), musste ein zweiter Kunstschuss herhalten. Ein Freistoß aus 40 Metern nahe der Außenlinie. Mit Blick der Torfrau gegen die Sonne. Also wagte Jana Schwaab ein zweites Mal ihr Glück – und ließ ihr Team zum 4:0 Jubeln (68.). (Sebastian Schmidt)

Die Statistik:

Großenenglis: Lachmann - Körbel, Unzicker, Diehl, Rustemeier - Eckhardt (57. Festor), Pfaff (69. Weiß), Jäger, Schwaab, Faupel - Tielmann (76. Balica).

Mittelbuchen: Hiesberger - Albert, Stadtfeld, Mika, Kulic - Ritzert (31. Viola), Reifschneider, Heigl, Gröb (36. Horst), Lang - Weber.

Tore: 1:0 Jana Schwaab (21.), 2:0 Julia Faupel (25.), 3:0 Leticia Pfaff (34.), 4:0 Jana Schwaab (68.).

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