Kreuzbandriss bei Hannah Puntschuh

Schock: Fritzlars Kapitänin Melina Horn muss Handball-Karriere beenden

+
Stets ein Vorbild: Melina Horn, hier gegen Salzuflen, muss ihre Karriere beenden. 

Gleich zwei Hiobsbotschaften müssen die Handballerinnen des Drittligisten SV Germania Fritzlar verkraften. Kreisläuferin Hannah Puntschuh hat sich im Training einen Kreuzbandriss zugezogen. Noch schlimmer sieht es bei Melina Horn aus.

Denn die Kapitänin muss ihre Karriere wegen eines Knorpelschadens im Knie auf Anraten von Dr. med. Hans-Günter Schafdecker beenden. Seit dem 7. April, als sie mit vier Toren am 32:21 gegen den 1. FC Köln beteiligt war, hatte das Rückraum-Ass pausiert. Immer wieder wurde das Knie dick, selbst Treppensteigen schmerzt. Im November muss sie sich einer Arthroskopie unterziehen und weiß dann, was sportlich und im Alltag noch möglich ist.

„Es tut weh, so aufhören zu müssen. Den Zeitpunkt hätte ich gern selbst bestimmt“, sagt die 31-Jährige. Die Vollbluthandballerin wird der Germania indes erhalten bleiben und fungiert nun als Co-Trainerin von Coach Lucky Cojocar. Bis 2010 reifte die Linkshänderin bei der HSG Bad Wildungen mit ihren langjährigen Wegbegleiterinnen Vilte Duknauskaite, Lorena Lorenz (beide bis zum Sommer in Fritzlar) und Esther Meyfarth, die nun nach ihrer Hochzeit als Frau Lieber die letzte Verbliebene dieses Parade-Jahrgangs ist.

Nach einer Saison bei der SG 09 Kirchhof schloss sich Horn 2011 der Germania an, wo sie stets zu den treffsichersten SVG-Spielerinnen in der 3. Liga zählte. Größte Erfolge waren die Meisterschaft 2016 und die Vizemeisterschaft in diesem Jahr. „Melina war immer eine Vorzeigespielerin mit viel Disziplin. Das ist ein herber Verlust“, betont Cojocar.

Unwiderstehlich: Kreisläuferin Hannah Puntschuh wird Germania Fritzlar lange fehlen. 

Umso bitterer, dass zusätzlich Hannah Puntschuh mindestens sechs Monate ausfällt. Für die 32-Jährige ist der Riss des vorderen Kreuzbandes die erste schlimme Verletzung. „Aber das ist immerhin die bessere von den beiden schlechten Möglichkeiten beim Kreuzband. Dennoch ist die Saison wohl gelaufen“, betont die Kreisläuferin, die seit 2014 Stammkraft in der Domstadt ist und die zusätzlich mit Katja Frommann und Tanja Bick die zweite Mannschaft ihres Heimatvereins TSV Eintracht Böddiger trainiert. Am 18. Oktober wird Puntschuh von Dr. med. Christian Gröll in Baunatal operiert.

Somit reduziert sich der Drittliga-Kader von 14 auf 12. Die zuletzt fehlenden Esther Lieber (erkrankt), Anna Holeczy (Beruf) und Luisa Krüger (Klassenfahrt) kehren mit Blick auf das Spitzenspiel bei der TSG Eddersheim (13. Oktober) zurück. Im Idealfall mit Jana Hoppe und Kathleen Nepolsky (beide Aufbautraining) auf der Platte.

Bei Kreisläuferin Lorenz, die beim 30:26 beim THC II erfolgreich ausgeholfen hatte, besteht indes keine Hoffnung auf eine dauerhafte Rückkehr. „Lolo hat klar gesagt, sie hilft uns in Ausnahmesituation gern, aber wir sollen ihr kein neues Trikot beflocken“, erklärt der Sportliche Leiter Steffen Schmude, der externe Verstärkungen bis zum Winter ausschließt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.