Frauenfußball:

Schwalm-Eder-Kreis: Bis zu fünf Aufsteiger sind möglich

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Karl-Martin Weinzierl, Trainer TSV Obermelsungen

Geduld und Flexibilität sind die Gebote der Stunde. Geduld, weil die heimischen Frauenfußball-Mannschaften noch nicht gemeinsam auf dem Platz trainieren können und bis auf Hessenligist TuS Viktoria Großenenglis in diesem Jahr noch kein Pflichtspiel hatten. Und Flexibilität, weil es zumindest in der kommenden Saison andere Liga-Zusammensetzungen geben könnte.

„Im Frauen-Bereich sind wir entspannter als bei den Männern. Auch, weil wir geografisch anders denken“, sagt Silke Sinning, die als Vorsitzende des Verbandsausschusses für Frauen- und Mädchenfußball zum Präsidium des HFV (Hessischen Fußball-Verband) zählt. Denn bereits ab der Kreisliga A wird nordhessenweit gespielt. Und sollte der außerordentliche Verbandstag am 13. oder 20. Juni der Empfehlung des HFV-Verbandsvorstandes folgen, müssen sinnvolle Lösungen für die kommende Runde her.

Drei statt zwei Verbandsligen möglich

Denn – und das ist ebenso wie die Pokalrunde völlig offen – falls auch die Mannschaften, die auf einem Relegationsplatz stehen, aufsteigen dürfen, wären die Ligen mit Blick auf einen Saisonstart erst ab September (statt wie üblich am ersten Augustwochenende) zu groß. Ein Modell, das Silke Sinning und Birgit Griesbach als Kreis-Referentin für Frauenfußball begrüßen, wäre drei statt zwei Verbandsligen zu bilden. „Es wird wahrscheinlich eine verkürzte Saison geben. Hoffentlich verlieren wir bis dahin nicht zu viele Spielerinnen und Mannschaften“, betont Griesbach.

Sollte der außerordentliche Verbandstag der HFV-Empfehlung folgen, die aktuelle Runde abzubrechen und mit Meistern, aber ohne Absteiger zu werten – und davon gehen Sinning und Griesbach aus – dürften elf Vereine aus dem Schwalm-Eder-Kreis die kommende Saison in Angriff nehmen. Angeführt von Hessenligist Großenenglis und vor der Premiere der SpVgg. Zella/Loshausen als Neuling in der Kreisliga stellt sich die Situation wie folgt dar:

Gruppenliga

Der TSV Obermelsungen hat in der Gruppenliga Kassel alle Spiele gewonnen und möchte sich wieder in der Verbandsliga beweisen. „Wir gehen davon aus, dass wir aufsteigen. Auch wenn es natürlich ärgerlich ist, dass wir wieder nicht feiern können“, sagt TSV-Coach Karl-Martin Weinzierl. Denn bereits vor zwei Jahren war seinem Team der Sprung nach oben nicht auf dem Platz vergönnt, weil er bereits vor dem letzten Relegationsspiel sicher war. Weinzierl versteht sich derzeit als „Heimtrainer“ und ist guter Dinge, seiner Mannschaft den Spaß auch in dieser schwierigen Zeit zu erhalten.

Ein Härtefall dahinter ist die FSG Gudensberg, die bis auf den direkten Vergleich alle Spiele gewann und den besten Quotienten aller nordhessischen Teams nach Obermelsungen aufweist. Zudem ist nach dem Rückzug von Wetzlar III aus der Verbandsliga ein Platz frei. Dennoch hatten die Gudensberger erklärt, jede Entscheidung zu akzeptieren. Sicher ist indes, dass sich der TSV Mardorf nach zehn Jahren Klassenzugehörigkeit in die Kreisoberliga zurückzieht. Allerdings – betont Trainer Christian Kunz – wird es weiterhin eine zweite Mardorfer Mannschaft geben, für die derzeit Spielerinnen gesucht werden.

Kreisoberliga

Gleich zwei Vereine haben die Chance, sich erstmals in der Gruppenliga zu beweisen. Spitzenreiter TSV Metze und SV Antrefftal sind aus der Kreisoberliga aufstiegsberechtigt. Im wahrscheinlichen Falle des Abbruchs bliebe die SG Bad Zwesten/Urfftal nach einer tollen Serie als Neuling als Vierter in der Klasse.

Und könnte sich auf zumindest einen Schwalm-Eder-Vergleich freuen. In der Kreisliga A steht nämlich der TSV Haddamar auf dem dritten Platz. Spitzenreiter SG Wettesingen/Breuna/Oberlistingen und der Tabellenzweite Calden III gingen jedoch als Neuner-Teams an den Start. Folglich ist nur Haddamar, das seit 2015 im Spielbetrieb ist, aufstiegsberechtigt.

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