Verbandsliga-Abstiegskampf: Melsungen braucht drei Siege - und muss auf Patzer der anderen hoffen

Schwalmstadts Aktien gestiegen

Zwei Spiele, zwei Siege: Timo Brauroth hat dem FCS zusätzliche Stabilität verliehen. Fotos: Hahn/nh

Schwalm-eder. Am 29. Spieltag der Fußball-Verbandsliga Nord spielen alle für einen. Der KSV Hessen Kassel II, der TSV Rothwesten, Eintracht Baunatal und der Melsuner FV für den 1. FC Schwalmstadt nämlich, dessen 6:2-Erfolg beim Schlusslicht FC Bosporus Kassel noch durch die Niederlagen der Konkurrenten im Abstiegskampf aufgewertet wurde. Trotzdem bleibt die Situation im Tabellenkeller (bei derzeit vier Absteigern) äußerst eng. Sogar die ursprünglich als Titelaspirant gehandelte SG Bad Soden als Elfter kann sich nicht in Sicherheit wägen. Wir taxieren drei Spieltage vor Schluss die Chancen der lange Zeit abgeschlagenen heimischen Teams.

1. FC Schwalmstadt

Aktuelle Situation: Die Hoffnung ist wieder da, der Glaube an den Klassenerhalt, der lange Zeit außer Sichtweite schien. „Wir haben sieben Leben“, beschreibt der derzeit verletzte Mittelfeldstratege Steven Preuß die Wiederauferstehung seiner Mannen. Ermöglicht durch drei Siege in Folge, die dem FC den 13. Tabellenplatz beschert haben. Ein Aufwärtstrend, der sich schon nach zwei überzeugenden Remis gegen Hessen Kassel II und in Weidenhausen angedeutet hatte, ehe er durch ein 4:5 gegen E. Baunatal wieder in Frage gestellt wurde. Damit zahlt sich die zähe Aufbauarbeit von Trainer Christoph Keim aus, der vor der Winterpause eine verunsicherte Mannschaft übernommen hatte. Sein letzter Coup: die Reaktivierung von Timo Brauroth, der die Jungs aus dem Tal der Tränen dirigierte.

Aussicht: „Wir haben alles in der eigenen Hand“, sagt Abwehrchef Jannis Lerch vor den letzten drei Spielen. In der Tat: Bei drei Siegen aus den letzten drei Spielen müsste sein Team sicher durch sein. Routinier hält sogar sieben Punkte für ausreichend, unter der Voraussetzung, „dass wir die mitgefährdeten Teams von Rothwesten und Melsungen schlagen.

Melsunger FV

Aktuelle Situation: Nach der Pleite gegen Tabellenführer Sand heißt es für den MFV jetzt zittern. „Die Hoffnung stirbt ja zuletzt. Wir werden alles in die letzten Spiele reinschmeißen“, sagte Mittelfeldmann Kevin Hermansa. Dennoch weiß jeder im Verein, dass der Abstieg aus der Verbandsliga fast nicht mehr zu verhindern ist.

Aussischt: Neben drei Siegen aus den letzten drei Spielen müssen die Bartenwetzer darauf hoffen, dass E. Baunatal, Rothwesten und Schwalmstadt noch mal patzen. Auch hofft der MFV darauf, dass womöglich der 14. Platz noch für die Rettung reicht. Schon am kommenden Samstag nach dem Spiel in Petersberg könnten die Weichen für den MFV endgültig gestellt sein.

Von Ralf Ohm und Axel Schürgels

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