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Schwarzenbörner Streiche, ein Coup im Knüll und eine Schießbude

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Von: Sebastian Schmidt

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Vorbildliche Haltung: Chattengau/Metzes Kapitän Pascal Feyh beim Kopfball. Dennoch gewannen Mathias Siebert (rechts) und Ungedanken/Mandern klar.
Vorbildliche Haltung: Chattengau/Metzes Kapitän Pascal Feyh beim Kopfball. Dennoch gewannen Mathias Siebert (rechts) und Ungedanken/Mandern klar. © Richard Kasiewicz

Ein ziemlich verrücktes Wochenende liegt hinter den heimischen Kreisliga-Fußballern. Wer wem Streiche spielte, welcher Favorit strauchelte, wessen Serie ausgebaut wurde, wer auf dem absteigenden Ast ist und wer nach oben strebt – das verraten wir in unseren Auffälligkeiten.

Wundersame Wende

Tore satt gab es in Schwarzenborn. Im kleinen Derby des TSV II gegen den VfB Schrecksbach standen zunächst alle Zeichen auf Auswärtssieg. Nach 68 Minuten führten die Gäste in der Kreisliga B 4 mit 5:1. Vor allem, weil Marin Smolka einen Sahnetag erwischte. Vier Treffer gelangen dem Gruppenliga erfahrenen Stürmer (2., 14., 26., 39.) bis zur Pause, in der er ausgewechselt wurde.

Was sollte auch schon passieren? Einiges, sagten sich die Schwarzenbörner. Brachten Oliver Behr. Und der 52-Jährige hauchte seinem Team mit dem 2:5 neues Leben ein (68.). Der Anfang einer wundersamen Wende. Von Minute zu Minute wurde der TSV stärker. Christopher Römer (72.), Max Braunhardt (79.), wiederum Behr (87.) und Hendrik Engels (90.+2) sorgten noch für einen 6:5-Heimsieg, der Stoff für Legenden aus der Reihe „Schwarzenbörner Streiche“ liefert.

Coup im Knüll

Als während der Pandemie der Spielbetrieb ruhte, stellten sich einige Vereine neu auf. Beim damaligen A-Ligisten SG WeWaLe-Hülsa entschieden sie sich auf dem Trainerposten für Christian Kunz und gegen Jürgen „Dino“ Seitz. Der wollte sich jedoch nicht aufs Abstellgleis schieben lassen, suchte eine neue Herausforderung und fand sie bei der SG Hoher Knüll. Als nun die SG Bad Zwesten/Urfftal zur Partie der B 3 nach Großropperhausen reiste, waren die Rollen klar verteilt. Immerhin will Bad Zwesten aufsteigen und stellte bis dato die beste Defensive der Liga.

Doch Trainerfuchs Seitz stellte sein Team optimal ein. Christopher Dietz (8.) und Marcel Ellenberger (76.) machten den 2:1-Coup der Spielgemeinschaft aus dem Knüll möglich. Die ihren dritten Sieg aus den jüngsten vier Spielen feierte. Und nun sogar punktgleich mit WeWaLe-Hülsa in der Tabelle ist.

Serie hält, Serie reißt

24 Mannschaften spielen in den heimischen Kreisligen A. Nur eine ist noch ungeschlagen: die SG Asterode/Christerode/Olberode. Saisonübergreifend nun schon seit zwölf Partien. Auch die SG Obergrenzebach/Leimsfeld hatte eine Super-Serie, blieb bei zehn Unentschieden 16-mal unbesiegt.

Doch damit ist nun Schluss. Asterode entschied den direkten Vergleich mit 6:2 (2:0) für sich. Somit ist Christopher Wilke mit 17 Buden das Maß der Dinge bei den Torjägern und die SG mit weiterhin acht Punkten Vorsprung Tabellenführer der A 2. Gegen wen Obergrenzebach zuletzt verloren hatte? Am 27. März mit 0:1 gegen Asterode und Trainer Enis Adrovic.

Schwälmer Absturz

Ärgster Verfolger der Adrovic-Elf in der A 2 ist die SG Dillich/Nassenerfurth/Trockenerfurth, die leichtes Spiel beim 6:0-Sieg über den 1. FC Schwalmstadt II hatte. Womit das Team von Trainer Andy Sauer in bester Gesellschaft ist. Denn nach dem 0:6 in Riebelsdorf, 0:8 gegen Landsburg und eben dem 0:6 in Dillich ist der FCS II die Schießbude der Liga. Der Absturz aus der Gruppenliga (bis 2019) über die Kreisoberliga (2019 bis 2022) geht also ungebremst weiter.

Als Drittletzter, der am kommenden Sonntag (13 Uhr, Ziegenhain) im Kellerduell gegen den Vorletzten TSV Remsfeld arg unter Druck steht, ist Schwalmstadts Reserve inzwischen ein heißer Kandidat für den Abstieg in die B-Klasse. Alarmierend mit Blick darauf, dass im Sommer schon die A-Jugend des einsteigen Vorzeigevereins zurückgezogen wurde.

Klare Verhältnisse

In der Kreisliga A 1 haben sich Spreu und Weizen getrennt. Ist aus mehreren Titelkandidaten ein Zweikampf geworden zwischen der SG Fuldalöwen/Beisetal und der SG Ungedanken/Mandern. Denn der Tabellenzweite aus den Stadtteilen von Fritzlar (Ungedanken) und Bad Wildungen (Mandern) hat das Verfolgerduell gegen die FSG Chattengau/Metze souverän mit 3:0 (1:0) für sich entschieden. Torjäger Lukas Baumann (15.), Spielertrainer Mathias Siebert (62.) und Routinier Tim Bubenhagen (75.) machten mit ihren Treffern den Unterschied aus. Somit liegt die Siebert-Elf nun vier Punkte vor der FSG. (Sebastian Schmidt)

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