3. Liga

Schwerer Saisonstart für Aufsteiger Gensungen/Felsberg bei den „Dragons“ aus dem Sauerland

Hofft auf sein Comeback: Gensungens Linksaußen Benedikt Hütt, der mit dem Aufsteiger gleich bei einem Spitzenteam ran muss.
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Hofft auf sein Comeback: Gensungens Linksaußen Benedikt Hütt, der mit dem Aufsteiger gleich bei einem Spitzenteam ran muss.

Aller Anfang ist schwer. Besonders für einen Aufsteiger. Und wenn der dann noch bei einem vermeintlichen Spitzenteam mit ebensolchen Ambitionen bei seinem Debüt ran muss, hängen die Traube besonders hoch. All‘ das trifft auf die ESG Gensungen/Felsberg zu, die bei ihrem Einstand in der 3. Handball-Liga Staffel Nord-West bei der SG Schalksmühle/Halver, dem Tabellenvierten der letzten Saison, ran muss (Sa. 19.30 Uhr Sporthalle Ganztagsschule Halver).

Gensungen/Halver - „Das wird kein Zuckerschlecken“, weiß Benedikt Hütt. Und freut sich trotzdem, „dass es endlich wieder losgeht.“ Der Linksaußen, der darauf noch länger als seine Teamkollegen warten musste. Sein letztes Meisterschaftsspiel bestritt der 33-Jährige im Januar, wurde danach am Knie operiert, ist immer noch täglich in Behandlung, hofft aber nichtsdestotrotz auf sein Comeback. Für ihn steht wie in der Rückrunde der letzten Saison Max Lippold bereit.

Weiterhin höchst fraglich ist der Einsatz von Cornelius Feuring (Adduktoren) und Max Bieber (Schulter). Da sich auch Jannis Kothe im letzten Testspiel bei der HSG Dutenhofen-Münchholzhausen (25:25) am Knie verletzte, ist Trainer Kauffeld - ohne Linkshänder im rechten Rückraum - möglicherweise gleich im ersten Spiel zu Improvisationen gezwungen.

Bei den Gastgebern fällt nur Abwehrspezialist Kai Bekston aus, so dass Neuzugang Philipp Dommermuth und Kapitän Florian Diehl im Mittelblock der 6:0-Deckung durchspielen müssen. Am prominentesten besetzt sind die Dragons indes auf der Bank: mit dem ehemaligen niederländischen Nationalspieler und langjährigen Bundesliga-Spieler Mark Schmetz, mit dem ehemaligen polnischen Nationalspieler Maciej Dmytruszynski und mit Ex-Erstliga-Torwart Matthias Reckzeh. Dazu fungiert Ex-Nationalspieler Mark Dragunski als Jugendkoordinator. Der war in der Rückrunde der letzten Saison Interimstrainer, nachdem sich die SG überraschend von Stefan Neff getrennt hatte, der mittlerweile beim Klassenkameraden Eintracht Hagen anheuerte.

ESG bangt um Kothe

Zweites Prunkstück der Sauerländer ist der Rückraum, auf jeder Position hochkarätig doppelt besetzt. Auf Halb jeweils ein „Shooter“ (Klasmann, Hecker) sowie ein zweikampfstarker Spieler, der konsequent die Nahtstellen der gegnerischen Deckung sucht (Bleckmann, Gipperich). Auf der Mitte zieht Lukas Hüller (Europameister der Hochschulen 2018) die Fäden, soll aber vom torgefährlichen Neuzugang Jan König mehr als nur entlastet werden. Gar internationale Klasse lassen die beiden Kroaten Ante Vukas im Tor (Junioren-Weltmeister 2009) und Tempogegenstoßspezialist Natko Merhar, mit RK Split einst Dritter der kroatischen 1. Liga, erahnen. (ohm)

Alle Drittliga-Spiele live im Internet

Wer die Heimspiele von Drittliga-Aufsteiger ESG Gensungen/Felsberg aufgrund der Zuschauerbeschränkungen in der Kreissporthalle wegen der Corona-Pandemie nicht verfolgen kann, hat die Möglichkeit diese im Internet zu sehen, wo alle Spiele der 3. Liga übertragen werden. Dazu hat der Deutsche Handball-Bund eine Kooperation mit der DOSB News Media GmbH abgeschlossen. Demnach können die Fans den Auftritt ihrer Mannschaft für jeweils 4,50 Euro pro Spiel auf den Plattformen sportdeutschland.tv, handball-deutschland.tv sowie dhb.de/livestream verfolgen. Die Vereine werden an den Einnahmen dieses Pay-per-Match-Angebots beteiligt. 

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