Mengsbergs Ibrahim Ögretmen schießt WeWaLeCa in 45 Minuten ab

Er schoss sechs Tore: Das Spiel seines Lebens

Ibrahim Ögretmen

Mengsberg. Bis um 19.30 Uhr am Freitag war er ohne Treffer in der Kreisliga A. Was für einen 20-Jährigen, der einfach aus Fußball Spaß spielt und in der zweiten oder dritten Mannschaft des TSV Mengsberg kickt, kein Drama ist.

In der Partie gegen die SG WeWaLeCa platzte der Knoten mit sechs Toren in nur einer Halbzeit beim 8:0 (2:0).

Was war da denn los? „Ich habe mich gefühlt wie im Tunnel. Als ob nur ich Tore schießen dürfte, denn irgendwo stand ich immer richtig und die Dinger waren drin“, sagt Ögretmen und lacht. Vier Mal zuvor war er leer ausgegangen für den Aufsteiger. Hatte zehn Treffer zur Meisterschaft in der B 3 beigesteuert. Dabei trug er stets die Nummer 9 - jetzt erstmals seit Jahren wieder die 14, die ihm in der Jugend oft Glück gebracht hatte.

Gegen WeWaLeCa, gerade aus der Kreisoberliga abgestiegen und mit sieben Zählern gestartet, musste er die Bank drücken, weil der angeschlagene Marcel Reitz 45 Minuten testen sollte, ob er am Samstag in der Gruppenliga mitwirken kann. Das gelang dem Angreifer mit zwei Toren.

„Da habe ich mir gesagt, eine Bude will ich auch machen. Auch wenn es schwierig wird, ihn gut zu ersetzen“, sagt Ibo, wie sie ihn am Engelhain nennen. Gleich mit dem ersten Ballkontakt gelang ihm nach 20 Sekunden das 3:0 nach einer Flanke von Okan Özalp. Per Kopfball bedrängt von zwei Wernswigern (69.), nach einer geschickten Körpertäuschung in bester Mittelstürmermanier (73.) und jeweils aus kurzer Distanz nach toller Vorarbeit von Sören Stern (78., 80., 88.) legte er Tor um Tor nach.

„Das gönnen wir ihm. Die Jungs sind aufrichtig, wichtig für die Kameradschaft und zuverlässig“, lobt der Sportliche Leiter Martin Kubtischko. Warum im Plural? Weil Ögretmens Zwillingsbruder Müslüm ebenfalls spielte. 90 Minuten sogar und in der Abwehr. Damit befinden sie die beiden Treysaer, die in Kassel Wirtschaftswissenschaften studieren, in Mengsberg in bester Gesellschaft: Mit Gerd und Dirk Hainmüller spielten nämlich auch die beiden anderen Zwillinge des TSV mit gegen die Wernswiger, die den Freitagabend in der Kreisliga A 2 ebenso schnell nicht vergessen werden.

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