Jeder will sie schlagen

Seit 33 Spielen ungeschlagen: Interview mit Kapitän David Huy über die Wahnsinns-Serie des TSV Besse

Stark am Ball: David Huy und der TSV Besse sind in der Kreisoberliga einfach nicht zu stoppen.
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Stark am Ball: David Huy und der TSV Besse sind in der Kreisoberliga einfach nicht zu stoppen.

Das gab’s noch nie: Der TSV Besse hat seit dem Aufstieg 2020 all seine 18 Spiele in der Fußball-Kreisoberliga gewonnen. Und das bei 50:13-Toren souverän.

Besse – Hinzu kommt ein kampfloses 3:0 gegen den Melsunger FV II, so dass das Team von Trainer Andreas Wenderoth saisonübergreifend einen Fabel-Lauf von 33 ungeschlagenen Punktspielen hingelegt hat. Darunter 31 Siege und nur zwei Unentschieden. Warum Besse einfach besser ist als die Konkurrenz, wollen wir von Kapitän David Huy vor dem Spiel am Sonntag (15 Uhr) beim TSV Spangenberg erfahren.

Hand aufs Herz: Wie groß ist die Gefahr, bei dieser Dominanz mal einen Gegner zu unterschätzen?

Grundsätzlich ist die Gefahr bei uns nicht so groß. Wir wissen, dass die anderen Mannschaften nicht umsonst in der Kreisoberliga spielen. Wir wissen, wie besonders unsere Serie ist. Aber wir wissen eben auch, dass wir uns Woche für Woche neu beweisen müssen.

Wie erklären Sie sich diese fast schon unheimliche Konstanz?

Das ist schwierig. Ein Vorteil ist, dass wir eingespielt sind und flexibel. Viele Spieler können auf mehreren Positionen eingesetzt werden. Somit ist es kein Problem, wenn mal einer ausfällt. Allerdings hatten wir auch das nötige Glück, dass die Leistungsträger fast immer da waren. Aktuell fehlt uns leider unser Torjäger Basti Opl, aber selbst das haben wir verkraftet.

Bei den jüngsten fünf Siegen wurden zwei Erfolge erst in den Schlussminuten sichergestellt. Wird der Widerstand der anderen Mannschaften größer?

Auf jeden Fall. Wir hören die Sprüche schon beim Warmmachen. Jeder will uns besiegen und die Serie brechen. Zudem stellen sich die Gegner meistens hinten rein. Aber wir verfügen über die nötige individuelle Klasse, um Lösungen zu finden. Außerdem hilft uns die Erfahrung etwa von Fabian Reitze, Sven Pape oder Martin Pierog. Die pushen unsere jungen Spieler, immer weiter zu machen. Zudem sind wir körperlich fit und können am Ende noch nachlegen.

Im Sommer befand sich der TSV Besse in einem Leistungsloch. Verlor erst das Pokalfinale gegen den TSV Wabern, dann das Pokalderby gegen den SC Edermünde. Wie lehrreich waren diese beiden Niederlagen?

Das war in der Tat sehr hilfreich. Wir haben gemerkt, dass auch wir nicht unbesiegbar sind. Und gelernt, woran wir arbeiten müssen.

Was wäre das?

Speziell Wabern hat den Fußball gespielt, den wir gerne spielen würden. Sie waren handlungsschneller, technisch sicher und die taktischen Abläufe saßen. Das sah schon gut aus.

Nach acht Spieltagen beträgt der Vorsprung selbst auf den Dritten SG Uttershausen/Lendorf bereits sieben Punkte. Erwarten Sie einen Zweikampf um den Aufstieg mit der SG Neukirchen/Röllshausen oder kann sich der TSV Besse nur noch selbst schlagen?

Es sieht vielleicht nach einem Zweikampf aus, aber die Saison ist noch relativ jung. Uttershausen ist ein Geheimfavorit. Aber wir sind selbstbewusst genug, um zu sagen, dass wir unbedingt aufsteigen wollen. (Sebastian Schmidt)

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